Bis zum Mittag verlor das Papier 17,8 Prozent auf 40,27 Euro. Das Duisburger Unternehmen hatte am Montagabend angekündigt, dass das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 2007 um rund zehn Prozent unter dem Wert des Vorjahres von 395 Mio. Euro liegen werde. Noch im August hatte KlöCo angekündigt, das Ebitda des Jahres 2006 übertreffen zu wollen. Grund für den schwächeren Ausblick sei die "unbefriedigende Entwicklung einiger Stahlpreise".
"Insbesondere die Preise bei Edelstahl haben sich durch den dramatischen Verfall des Nickelpreises in den vergangenen Monaten negativ entwickelt", erläuterte KlöCo-Chef Thomas Ludwig. Er hofft jetzt, dass die Edelstahlpreise im vierten Quartal "den Boden finden". Auch was die Entwicklung der Flachstahlpreise angeht, sei er optimistisch, sagte Ludwig.
Seine Einkaufstour will der Konzern fortsetzen. "Wir werden weiter zukaufen, wenn sich Gelegenheiten bieten", sagte der Vorstandschef. Übernahmeziele seien vor allem kleinere Unternehmen. Mit dem Geschäftsverlauf unabhängig von der Gewinnsituation zeigte sich KlöCo zufrieden. Die Absatzmengen in Europa und Nordamerika seien weiterhin zufriedenstellend. In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz um rund 15 Prozent auf 4,75 Mrd. Euro.
Auch andere Stahl-Aktien gerieten im Sog des KlöCo-Kurseinbruchs in Mitleidenschaft. Das Salzgitter -Papier lag gegen Mittag mehr als zwei Prozent im Minus. Eine Sprecherin lehnte es ab, zu den Gewinnaussichten des Stahlkonzerns Stellung zu nehmen. Salzgitter hatte sich erst vor wenigen Tagen zuversichtlich über die Geschäftsentwicklung geäußert. Mit Blick auf das laufende Jahr hatte sich Vorstandschef Wolfgang Leese zugleich optimistisch gezeigt, die angepeilten 10 Mrd. Euro beim Umsatz zu knacken. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern 8,45 Mrd. Euro erlöst. Für 2007 strebt Salzgitter einen Vorsteuergewinn von "deutlich über 1 Mrd. Euro" nach 948 Mio. Euro im Jahr 2006 an. Nach Worten Leeses könnten es etwa 1,2 Mrd. Euro werden.