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Merken   Drucken   26.01.2012, 13:24 Schriftgröße: AAA

Konkurrenz zu Eon und RWE: Gazprom will Stromkonzerne in Deutschland angreifen

Der russische Konzern drängt mit Macht auf den deutschen Energiemarkt. Nach gescheiterten Verhandlungen mit RWE will Gazprom in die Stromproduktion einsteigen. Konzernchef Miller sieht Deutschland als "sehr liquiden" Markt.
© Bild: 2009 Bloomberg
Der russische Konzern drängt mit Macht auf den deutschen Energiemarkt. Nach gescheiterten Verhandlungen mit RWE will Gazprom in die Stromproduktion einsteigen. Konzernchef Miller sieht Deutschland als "sehr liquiden" Markt.
Der russische Energiekonzern Gazprom  will nach gescheiterten Verhandlungen mit RWE  auf eigene Faust deutschen Energieversorgern Konkurrenz machen. "Wir möchten nicht nur Gas liefern, sondern auch in die Stromproduktion einsteigen", sagte Gazprom-Chef Alexej Miller  der "Süddeutschen Zeitung" am Donnerstag. Nach wie vor sei bei dem Unternehmen die Bereitschaft hoch, in Kraftwerke zu investieren.
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Bislang ist Gazprom noch nicht der große Wurf gelungen, sich selbst als Anbieter am deutschen Markt zu etablieren. Die Gespräche mit dem Energieversorger RWE über eine Kooperation beim Bau neuer Kraftwerke waren im Dezember gescheitert. Der ehrgeizige Plan sah vor, in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden Kraftwerke zu bauen. Die Unternehmen hätten "keinen tragfähigen Rahmen erzielt", hieß es.
Gazprom will sich aber nicht länger auf die Rolle des Gaslieferanten beschränken, sondern sucht nach Möglichkeiten, weitere Schritte der Wertschöpfungskette zu besetzen - etwa durch eigene Kraftwerke in Westeuropa und insbesondere in Deutschland.
Miller bezeichnete Deutschland als "sehr liquiden" Markt. Staatshilfen für Projekte brauche Gazprom nicht. Die von der deutschen Industrie oft geforderten Subventionen für den Bau neuer Kraftwerke lehne er ab. Gazprom hat seit November über eine Londoner Tochterfirma, die die Energiesparte des hessischen Strom- und Telekommunikationsanbieters Envacom Service übernimmt, bereits Zugang zum deutschen Endkundenmarkt.

Teil 2: Gas angeblich zu teuer

  • FTD.de, 26.01.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland,
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