Daniel F. Akerson
Dann präsentierte die amerikanische Opel-Mutter mit Akerson einen neuen Chef. Ab dem 1. September übernimmt der 61-Jährige den Chefposten von Ed Whitacre. "Dan ist in alles eingebunden gewesen, er kennt das Geschäft", sagte "Big Ed" bei der Stabübergabe mit ungewohnt sanfter Stimme.
Was wie ein Neuanfang aussieht, könnte für eine Kontinuität bei GM stehen. Denn der Lebenslauf von Akerson ähnelt dem von Whitacre in zentralen Punkten, zum Beispiel: Akerson ist kein Car-Guy. Dem älteren Herren mit dem rundlichen Gesicht und der Halbglatze fehlt jede Leidenschaft für das Autogeschäft. "Ich habe mich schnell mit der Autobranche angefreundet", sagte der Manager diplomatisch. Doch seine berufliche Herkunft nehmen ihm manche Branchenkenner übel.
"Der kommt von einer Heuschrecke", sagt ein auf die Branche spezialisierter Headhunter abfällig. Er warnt: "Mit Finanzleuten an der Spitze hatte GM in der Vergangenheit kein Glück." Tatsächlich lautete zuletzt Akersons Arbeitsprinzip als Geschäftsführer der Carlyle Group: Kaufen, sanieren, wieder verkaufen. Zuvor verbrachte er beinahe sein gesamtes Berufsleben in der Telekombranche, unter anderem als Firmenchef von Nextel.