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02.01.2011, 20:01
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Kopf des Tages:
Fiats Außenminister Alfredo Altavilla
Er bringt Fiats Industriesparte an die Börse. Der 47-jährige Alfredo Altavilla ist enger Vertrauter von Sergio Marchionne. Für ihn bricht der Konzernchef Regeln.
von Andre Tauber Mailand
Montag soll der große Tag von
Alfredo Altavilla werden. Am Vormittag besucht der Chef des italienischen Lkw-Bauers Iveco die Mailänder Börse. Gemeinsam mit
Fiat -Konzernchef
Sergio Marchionne und Harold Boyanovsky, Geschäftsführer des Bau- und Landmaschinenherstellers Case New Holland (CNH), will er dabei sein, wenn auf der Kurstafel der erste Aktienkurs von Fiat Industrial aufblinkt. Das zum Jahreswechsel vom Restkonzern abgespaltene Unternehmen feiert am Montag das Börsendebut.
Alfredo Altavilla präsentiert den neuen Motor des Fiat 500 Twinair. Die Maschine hat nur 0,9 Liter Hubraum
Altavilla wird bereits als alleiniger Chef des dann börsennotierten Unternehmens gehandelt. Marchionne hat den 47-Jährigen Mitte Oktober an die Spitze von Iveco berufen. Formell ist er damit dem langjährigen CNH-Chef Boyanovsky gleichgestellt. Angesichts seines kometenhaften Aufstiegs im Fiat-Reich halten es Experten für möglich, dass Marchionne die Doppelspitze beendet und Altavilla die Aufgaben Boyanovskys überträgt. Boyanovsky ist 66 Jahre alt und steht vor dem Ruhestand.
Altavilla gehört zu den wenigen, die Marchionnes volles Vertrauen haben. Er hat im Auftrag des Konzernchefs die Partnerschaft mit dem US-Autobauer Chrysler verhandelt. Und damit die Grundlage für die Aufspaltung von Fiat gelegt. Gemeinsam mit dem US-Partner fühlen sich die Italiener stark genug und können auf die Unterstützung der Tochterfirmen Iveco und CNH verzichten.
Schon früh kümmerte sich Altavilla bei Fiat um grenzüberschreitende Kooperationen. Mit 32 Jahren wird er Chefrepräsentant der Fiat-Autosparte in China. Später schmiedet er zahlreiche Partnerschaften, etwa in Russland, der Türkei und Indien. Spätestens seitdem wird er als Außenminister Fiats bezeichnet.
Auch im Auftrag von Iveco soll Altavilla international nach Verbündeten fahnden. Iveco arbeitet zwar profitabel. Doch der Lkw-Bauer ist zu sehr auf kleine und mittelgroße Trucks fokussiert. Ein Partner, der Kenntnisse in größeren Segmenten mitbringt, wäre von Vorteil, zumal Ivecos Modellpalette erneuert werden muss. Immer wieder wird deswegen Daimler Interesse an einer Fusion oder einer Partnerschaft nachgesagt. Es wird zu Altavillas Job gehören, auch eine Verbindung zu den Deutschen auszuloten.
Teil 2: Der Vater war Fiat-Händler
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Aus der FTD vom 03.01.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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