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Merken   Drucken   25.07.2012, 14:45 Schriftgröße: AAA

Krisensignale aus der Autobranche: Ford mit roten Zahlen in Europa

Der US-Autobauer Ford rechnet in diesem Jahr mit einem Milliardenverlust im Europa-Geschäft. Schon wird über eine mögliche Werksschließung spekuliert.
© Bild: 2012 Reuters/Shi Tou
Der US-Autobauer Ford rechnet in diesem Jahr mit einem Milliardenverlust im Europa-Geschäft. Schon wird über eine mögliche Werksschließung spekuliert.

Stark rückläufige Verkäufe in Europa belasten Ford  und könnten harte Einschnitte nach sich ziehen. Im zweiten Quartal fuhr der US-Autobauer in seinem Europageschäft einen operativen Verlust von 404 Mio. Dollar ein. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen hier noch 176 Mio. Dollar verdient. Die aktuelle Schuldenkrise hält jedoch viele Autofahrer vom Kauf eines Neuwagens ab. Auch Daimler  hatte sich am Vormittag sleptisch über die künftigen Verkäufe auf dem Heimatkontinent geäußert.

Im Gesamtjahr dürfte bei Ford in Europa ein Verlust von mehr als 1 Mrd. Dollar anfallen, schätzt das Unternehmen. Die Situation sei ernst, hieß es. Die Probleme der Industrie seien struktureller Natur. Im Klartext: Es herrschen Überkapazitäten.

Bereits jüngst waren Spekulationen aufgekommen, Ford könnte ein Werk schließen. "Es ist zu früh, um im Detail über unsere Pläne zu reden, wie wir auf die Situation in Europa reagieren können", sagte Finanzchef Bob Shanks.

Das Ford-Management könnte sich schon bald zum Handeln gezwungen sehen. Denn die Probleme in Europa schlagen sich wie beim Opel-Mutterkonzern General Motors  mit voller Wucht auf den Gesamtkonzern durch. Der Gewinn schrumpfte um mehr als die Hälfte auf unterm Strich noch 1 Mrd. Dollar. Ford werde die Probleme angehen, versprach Konzernchef Alan Mulally seinen Aktionären. Nur dank eines florierenden US- und Asien-Geschäfts hielt sich der Umsatzschwund mit sechs Prozent auf 33,3 Mrd. Dollar in Grenzen.

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  • dpa, 25.07.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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