ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz will nicht nachverhandeln
Eine ThyssenKrupp-Sprecherin bestätigte am Freitag, zwar seien die Verträge von dem arabischen Interessenten, ThyssenKrupp und der griechischen Regierung paraphiert worden. Doch fordere die griechische Marine nun Nachverhandlungen. ThyssenKrupp lehne dies aber ab.
Dabei schien nach FTD-Informationen noch am Dienstag eine Einigung zum Greifen nahe, nachdem die griechische Regierung kurz zuvor einen 25.000 Seiten starken Vertrag paraphiert hatte. Vorausgegangen waren intensive Verhandlungen zwischen ThyssenKrupp-Managern, Vertretern der griechischen Regierung und des Kaufinteressenten Abu Dhabi Mar. Die beteiligten Parteien wollten sich dazu am Donnerstag nicht äußern.
Neue Forderungen der Griechen
Für alle drei steht einiges auf dem Spiel:
ThyssenKrupp könnte im Falle einer Einigung noch in diesem Geschäftsjahr, das am 30. September endet, zusätzliche Erträge verbuchen. Der Konzern hatte Forderungen gegen Griechenland in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe abgeschrieben.
Abu Dhabi Mar erhielte mit HSY Zugang zu einer U-Boot-Werft im östlichen Mittelmeer und damit in strategisch günstiger Lage. Die griechische Regierung wiederum könnte eine Insolvenz der unterbeschäftigten Werft mit rund 1200 Arbeitern abwenden.