Exklusiv
Philippe Carli ist bereits der fünfte Landeschef, der den Elektrokonzern in diesem Jahr verlässt. Auch der künftige ThyssenKrupp-Chef ist ein Siemensianer. Offenbar mangelt es an Aufstiegsmöglichkeiten.
von Angela MaierMünchen
Siemens verliert mit seinem Frankreich-Chef Philippe Carli abermals einen altgedienten Topmanager. Carli scheidet nach Informationen der Financial Times Deutschland aus Konzernkreisen kurzfristig aus - nach 21 Jahren bei Siemens und acht Jahren an der Spitze der französischen Landesgesellschaft.
Philippe Carli
Der 50-Jährige galt als politisch hervorragend vernetzt, was im Sitzland großer Konkurrenten wie Alstom besonders wichtig für das Geschäft ist. Zuletzt erzielte Siemens in Frankreich 2,7 Mrd. Euro Umsatz.
Damit setzt sich der Aderlass im Siemens-Topmanagement fort. In Konzernkreisen werden abermals mangelnde Aufstiegsmöglichkeiten als Grund für den Abgang genannt. Damit hatte Siemens schon begründet, dass zum Monatsende der für die Industriebereiche verantwortliche Vorstand Heinrich Hiesinger an die Spitze von ThyssenKrupp tritt.
Auch Carli habe die Chance genutzt, einen Chefposten bei einem internationalen Unternehmen zu übernehmen, heißt es. Wohin er geht, blieb zunächst unklar. In diesem Jahr wechselten schon die Chefs von Siemens' Landesgesellschaften in den USA, Deutschland, Österreich und China. Siemens lehnte jeden Kommentar ab.
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