Die United-Airlines-Mutter UAL wies am Montag einen Zeitungsbericht, sie habe Gläubigerschutz beantragt, zurück. Laut United hatte die Zeitung "Florida Sun Sentinel" auf ihrer Website einen Artikel aus dem Jahr 2002 mit aktuellem Datum neu veröffentlicht. United Airlines war 2006 aus dem Insolvenzverfahren entlassen worden.
An der Wall Street schlug die Nachricht Wellen: Nach einem stabilen Tagesbeginn mit einer Notierung um die 12 $ stürzten die UAL -Aktien plötzlich um mehr als 75 Prozent auf 3 $ ab. Zeitweise wurde die Aktien sogar für einen Cent gehandelt. Diese Transaktionen wurden aber nachträglich für ungültig erklärt und rückabgewickelt.
Danach zogen sie noch einmal bis auf 8,97 $ an und wurden mit einem Minus von 27 Prozent vom Handel ausgesetzt. Die UAL-Papiere rissen auch die Aktien anderer US-Fluggesellschaft nach unten, der Effekt war für den gesamten Dow Jones spürbar.
Erst im Juli hatte UAL einen Verlust über 2,73 Mrd. $ mitteilen müssen. Ein Jahr zuvor hatte es noch einen Gewinn von 274 Mio. $ gegeben. Der Umsatz legte um drei Prozent auf 5,37 Mrd. $ zu. Dramatisch fiel der Anstieg der Treibstoffkosten aus: Sie schnellten binnen eines Jahres um mehr als 50 Prozent auf 1,85 Mrd. $ in die Höhe.
United griff in den vergangenen Monaten zu radikalen Sparmaßnahmen mit Flugzeugstilllegungen und Stellenabbau. Bis Ende 2009 sollten etwa 7000 Stellen abgebaut, 100 Flugzeuge außer Dienst gestellt und Flüge gestrichen werden, hieß es damals.