Lanxess-Chef Axel Heitmann
Bei der ersten Hauptversammlung des neuen Unternehmens bekräftigte Vorstandschef Axel Heitmann am Donnerstag in Düsseldorf das Ziel, im Gesamtjahr beim Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda) vor Sondereinflüssen um mindestens zehn Prozent zuzulegen. Im zweiten Quartal solle ein besseres operatives Ergebnis als vor Jahresfrist erzielt werden.
Das Geschäft von
Lanxess habe vom "erfreulich positiven Chemieumfeld" profitiert, sagte Heitmann. Für Unterstützung habe auch die Abschwächung des Euro gegenüber dem Dollar gesorgt. Heitmann unterstrich, um das langfristige Margenziel von neun bis zehn Prozent bis Ende 2006 erreichen zu können, müsse der Konzern noch weitere Anstrengungen unternehmen.
Zukäufe möglich
Lanxess werde weiter auf eine konsequente Internationalisierung setzen, kündigte Heitmann an. Einen besonderen Stellenwert habe die Ausrichtung nach Asien. Weitere Projekte würden dort angestrebt. Langfristig würden auch Zukäufe geprüft. Aktuell gebe es aber keine Pläne: "Wachstum durch Zukäufe habe ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht auf meinem Radarschirm."
Lanxess hatte im ersten Quartal dank Kostensenkungen und Preiserhöhungen mehr verdient als vor Jahresfrist. Das Ebitda stieg um 9,7 Prozent auf 181 Mio. Euro. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 70 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 26 Mio.) in den Büchern.
Keine genaue Gewinnprognose
Eine Überschussprognose für das Gesamtjahr gab der Firmenchef nicht. Lanxess werde alles daran setzen, 2006 eine "schwarze Zahl" zu erreichen, hatte er in der Vergangenheit mehrfach gesagt.
Die Führung von Lanxess setzt darauf, die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns mit massiven Einschnitten und einem umfangreichen Stellenabbau zu sichern. Anfang Juni hatten sich Management und Betriebsrat darauf geeinigt, binnen zwei Jahren insgesamt 960 Arbeitsplätze abzubauen. Damit fiel der Stellenabbau etwas geringer aus als vorgesehen. Ursprünglich standen 1200 Arbeitsplätze zur Disposition. Der Konzern hat insgesamt rund 19.600 Beschäftigte.