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"Das ist ein ernstes Problem für VW", sagte Helmut Becker, Leiter des Münchner Instituts für Wirtschaftsanalyse. Denn wenn ganze Tagesproduktionen ausfielen, komme nichts in die Kasse - aber die Kosten liefen weiter. Der Ausfall zeige deutlich die Kapazitätsenge, die in der ganzen Branche herrsche. "Normalerweise hat man für strategische Teile mehrere Zulieferer", sagte Becker. Offenbar hätten aber alle Lieferanten derzeit so viel zu tun, dass sie die Lücken nicht mehr schließen können.
"Es ist schon schmerzhaft, wenn man die Nachfrage nicht bedienen kann. Die schnelle und so massive Rückkehr auf den Wachstumspfad hat alle überrascht", sagte Professor Stefan Bratzel vom Center of Automotive in Bergisch Gladbach. Bratzel verweist auch darauf, dass die Zulieferer wegen der Preispolitik der großen Hersteller und teilweise nicht eingehaltener Kapazitätszusagen unter Druck stehen - und darum knapp kalkulieren müssen.
Mit der eintägigen Produktionspause will der Autobauer den Zulieferern Zeit verschaffen, um mit der Teilevorsorgung nachzukommen. Betroffen ist in Wolfsburg die Produktion des Topsellers Golf sowie des kleinen Geländewagens Tiguan und des Familienautos Touran. "Mit diesem arbeitsfreien Tag zu Beginn der Zeugnisferien in Niedersachsen wird die Materialversorgung des Werkes stabilisiert", sagte ein Sprecher. Das Stammwerk exportiert viele Autos nach Übersee.