EADS-Chef Louishat immer noch keinen Nachfolger gefunden. Er braucht mehr Zeit.
Unter den Bestellungen sind allein 1220 A320neo, das modernisierte spritsparende Erfolgsmodell des Konzerns, das vor gut einem Jahr eingeführt wurde. Es ist "das sich am schnellsten verkaufende Flugzeugprojekt der Luftfahrtgeschichte" sagte Airbus-Verkaufschef John Leahy. Airbus bestätigte außerdem die Auslieferung von 534 Flugzeugen im vergangenen Jahr, womit der Konzern das alljährliche Absatzrennen mit Boeing mit einem Rekordabstand auf den amerikanischen Konkurrenten gewann.
Nach dem Rekordjahr will Airbus im laufenden Jahr 4500 neue Mitarbeiter einstellen und kommt somit auf weltweit insgesamt 55.000 Beschäftigte.
In den Airbus-Auftragsbüchern stehen nun Aufträge für 4437 Flugzeuge im Gesamtwert von 588 Mrd. Dollar nach Listenpreis, was die Produktion für bis zu acht Jahre sichert.
Auch die Muttergesellschaft EADS sieht sich im Aufwind. "EADS ist eine Wachstumsstory und eine Geldmaschine", sagte Gallois am Dienstag.
Es gelte nun, den Luft- und Raumfahrtkonzern trotz wachsender Konkurrenz profitabler zu machen und das internationale Profil zu schärfen; Europa, USA und Schwellenländer seien die drei wichtigsten Pfeiler. Das werde aber nicht auf Kosten der Arbeitsplätze in Europa gehen.