Widerstände gegen den Bund
Derzeit verfügt sowohl die französische als auch die deutsche Seite über je 22,5 Prozent der EADS-Aktien. Daimler hält dabei 15 Prozent am Kapital und 22,5 Prozent der Stimmrechte. 7,5 Prozent der Kapitalanteile sind bei einem Konsortium aus Banken und Bundesländern bis mindestens Ende 2012 geparkt. Daimler will sich von 7,5 Prozent seiner Aktien trennen, aber weiter die industrielle Führung behalten. Einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge will die Bundesregierung Daimler mit einem staatlichen Förderprogramm für Elektroautos dazu bewegen, seine EADS-Anteile zu halten.
Dass es Vorbehalte gegen einen Einstieg des Bundes bei EADS gibt, wird an Äußerungen des Hauptgeschäftsführers des Branchenverbands BDLI deutlich. "Jetzt ist nicht der Zeitpunkt für die schnelle und bequeme Lösung", erklärte Dietmar Schrick. EADS sei deshalb so erfolgreich, weil es als privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen mit dem Ziel einer breit gestreuten Aktionärsstruktur geschaffen wurde. Notwendig sei eine Aktionärsstruktur, die das internationale Wachstum "nicht behindert, sondern fördert".
Airbus-Chef Enders lehnt eine Stellungnahme in der Sache ab. "Dazu habe ich keinen Kommentar, das ist Sache unserer Aktionäre", so Enders.