Markenmodernisierung:Volvo gibt Gas bei Neupositionierung
Die USA genießen als absatzstärkster Markt absolute Priorität bei Volvo. Deswegen plant der Konzern dort eine eigene Produktionsstätte. Konzern-Chef Stefan Jacoby dringt zudem auf eine rasche Elektrifizierung der Marke – ein möglicher Kooperationspartner steht bereits.
von Margret HuckoSchanghai
Bereits 2012 will der Volvco-Chef Stefan Jacoby über eine Produktion in den USA entscheiden. Erst vor einem halben Jahr hatte der Ex-VW-Manager diese Möglichkeit ins Spiel gebracht, um das Risiko von Kursschwankungen zu minimieren. Als einen möglichen Partner nannte er später den Zulieferer Magna. "Wir sprechen mit mehreren", sagte er am Dienstag in Schanghai.
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Shanghai Motor Show 2011
Für Volvo sind die USA der wichtigste Markt vor Schweden und China. Eine Fertigung dort würde die Profitabilität erhöhen. "Der US-Markt ist derzeit noch die Achillesverse von Volvo", räumte Jacoby ein, er genieße "absolute Priorität". Im vergangenen Jahr verkaufte die schwedische Marke, die als erster europäischer Autobauer seit 2010 in chinesischer Hand ist, rund 54.000 Autos in den USA - bei einem Gesamtabsatz von 373.000 Fahrzeugen.
Zeitgleich zu den US-Plänen treibt Jacoby vor allem die Elektrifizierung der Modellpalette voran. Ab dem nächsten Modell werde Start-Stop in Serie gehen, eine Funktion, bei der sich das Auto an der Ampel automatisch ausschaltet. Diese ist bereits bei den meisten Konkurrenten erhältlich. In weiteren Schritten sollen Hybride und rein elektrische Fahrzeuge folgen. Volvo werde in den nächsten Tagen einen Technologiepartner für strombetriebene Autos bekannt gegeben, sagte Jacoby. In welcher Form dies geschehen soll ließ er offen. Insgesamt will Volvo bis 2015 gut 10 Mrd. Dollar investieren.
Für Volvo ist die Zusammenarbeit mit Dritten überlebenswichtig. Aufgrund des Premiumanspruchs der Marke sind nur begrenzt Synergien mit dem chinesischen Mutterkonzern Geely möglich, der mehr auf Massenmodelle setzt. Selbst viel größere Konkurrenten arbeiten mit Partnern. Daimler kooperiert mit Bosch, BMW hat sich mit Peugeot verbunden.
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