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Merken   Drucken   19.08.2010, 20:56 Schriftgröße: AAA

McAfee-Übernahme: Von Chips allein kann nicht mal Intel leben  

Leitartikel Die Antivirenprogramme von McAfee könnten Intel einen Schub geben, um endlich auch Marktanteile bei mobilen Geräten zu gewinnen. Der Kauf der Softwarefirma belegt: Reine Hardwarehersteller haben keine Zukunft mehr.
Für den Verbraucher hat die technische Entwicklung große Vorteile: Das Internet ist mobil geworden, wer heute seine E-Mails oder die Wettervorhersage lesen will, muss nicht mehr am Schreibtisch sitzen. Er greift zu seinem Smartphone, startet sein kleines Netbook oder schaltet seinen Internetfernseher ein.
Für den Chiphersteller Intel  hat diese Entwicklung einen großen Nachteil. Zwar steckt noch immer in vier von fünf PC ein Prozessor der Kalifornier. Aber der Markt schrumpft langfristig.
Die teure Übernahme des Anti-Viren-Programmierers McAfee ist deshalb strategisch überaus sinnvoll. Wenn immer mehr Geräte internetfähig sind, werden sie auch anfällig für Schadprogramme. Dies ist umso gefährlicher, je mehr sensible Daten auf Diensthandys oder Firmenlaptops transportiert und verschickt werden. Für diesen Zukunftsmarkt hat sich McAfee in den vergangenen zwei Jahren durch Übernahmen gut gerüstet.

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19:06:57 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
Intel 20,891 EUR   -0,17%  -0.035
Nokia 2,2 EUR   -1,57%  -0.035
  • Aus der FTD vom 20.08.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 02.09.2010 21:13:50 Uhr   Linda D.: Intel und McAfee

    "..Reine Hardwarehersteller haben keine Zukunft mehr": nicht im Westen, in China schon: dank des jahrzehntelangen Knowhow-Transfers, wo Intel bereits vor 25 Jahren mit Forschungslabors für Chips in China anfing und brav Knowhow für Marktzutritts-Phantasien transferierte (ähnlich VW, die vor 25 Jahren mit Autofabriken in Shanghai anfingen und nun gerade die EU unter dem Namen der VW-Marken für die letzte, hier die Autohersteller bald beerdigende, Offensive der Chinesen öffnet)!

    Damals wie heute und bei weitem nicht nur bei Intel: alles nur um des kurzen (volkswirtschaftlich verherrenden) Profits Willen!

    Auch wenn dabei nach wenigen Jahren heimische Herstellbranchen, auch durchs künstliches Lohngefälle von 20:1 nach China, geänzlich vernichtet werden, egal!

    Politik orientierungslos im 4-Jahre-Wahlschweinezyklus makroökonomisch geblendet gefangen, die Unternehmen mikroökonomisch schmerzbefreit im 4-Jahre-Bonusrhytmus des Vorstände-Karrierehoppings, nach beiden immer die Sintflut!

    Das lang absehbare volkswirtschaftlich vernichtende Ergebnis, sieht man hier ausnahmsweise mit der o.g. Feststellung dokumentiert, die heutzutage wirklich keine Seherfähigkeiten mehr braucht!

    Und wie sieht das gesamte Spielergebnis volkswirtschaftlich aus?

    1.die verherrenden Entscheidungen treffenden und den Unterhmensegoismus zulassenden Politiker sind nach ihren Deregulierungsorgien der Märkte und der Zollgrenzen in Legionenstärke über mehreren Politikergenerationen in den goldenen, vom Steuerzahler finanzierten, Lebensabend verduftet.

    2. die Unternehmer und Vorstände haben Abermillionen aus den Arbeitern beim nur eigennützig hochgeschaukelten Kurzfristprofit maximal ausgelutscht und im Liechtenstein gebunkert und sind mit mehreren Generationen nach je ein paar Jahren zum Orangenpflücken jovial und selbstüberzeugt verduftet.

    3. Das Knowhow von mehreren Generationen deutscher Ingenieure, mit Billionen Steuergeldern bei der Erlangung jahrzehntelang vom Steuerzahler subventioniert, ist für ein Bruchteil des volkswirtschaftlich möglichen Generationennutzens innerhalb von nicht mal zwei Jahrzehnten nach China transferiert worden, wo nun die jährlich 9-fache dort ausgebildete Menge an chin. Ingenieuren als in der ganzen EU alles in Windeseile zum volkswirtschaftlichen Nachteil zukünftiger westlicher Generationen umsetzt.

    4. Die seit 20 Jahren politisch gezielt ausgewrungenen und entrechteten Arbeitermassen können dank des kurzen Gewinnstrohfeuers nur zu Gunsten der Unternehmen nun selbst aktiviert zusehen, wie sie den Rest ihres Lebens millionenfach bis zur vom heutigen Niveau dann geviertelten Durchschnitts-Minirente mit 75 ohne Aussicht auf einen lebenswert bezahlten Arbeitsplatz im Elend hinter sich bringen können, während die Ex-Politiker und die Ex-Unternehmer in Talkshows über ihre glorreichen Taten für Gott, Volk und Vaterland brillieren!

  • 20.08.2010 21:17:58 Uhr   Nils: Bullshit
  • 20.08.2010 20:37:39 Uhr   Hans Meier: Intels Investitionsstrategie
  • 20.08.2010 03:47:56 Uhr   Frank Spreeman: Intel-McAfee
  • 20.08.2010 02:46:20 Uhr   Linda Daub: Relativität des Betrachtungstandpunkts
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