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Merken   Drucken   21.02.2012, 18:07 Schriftgröße: AAA

Mit Hilfe von Opel-Technik: GM lehrt Amerikanern das Diesel-Fahren

In Deutschland gehören Diesel-Pkw zum Alltag. Amerikaner mögen diesen Antrieb jedoch nicht - zumindest nicht bei Kleinwagen. GM will das ändern und bedient sich dafür der Expertise der ungeliebten Tochter Opel.
Ohne Opel geht es bei General Motors  dann doch nicht: Der US-Konzern springt auf den Trend zu mehr Dieselfahrzeugen bei Kleinwagen in den USA auf und nutzt dafür Opel-Technik. Der kompakte Verkaufsschlager Chevrolet Cruze werde in den Vereinigten Staaten künftig auch mit einem Dieselmotor angeboten, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Antriebstechnik stamme zum Teil aus Rüsselsheim, schrieb GM, ohne Opel namentlich zu nennen. Der Cruze mit Dieselmotor soll 2013 in den USA herauskommen.
Kursinformationen und Charts
  General Motors 22,235 USD  [-0.135 -0,60%
  Volkswagen 129,1 EUR  [-1.45 -1,11%
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Der Schritt, einen Kleinwagen mit Diesel auf dem Heimatmarkt anzubieten, ist für GM ungewöhnlich. Bisher sind Diesel-Motoren nach Meinung vieler Amerikaner etwas für Lkw, Busse oder Pick-up-Trucks - aber nichts für kompaktere Vehikel. Denn die Antriebe haben aus der Vergangenheit ein schlechtes Image bei Pkw-Fahrern, das allerdings Jahrzehnte alt ist, als Dieselfahrzeuge wirklich noch vergleichsweise laut waren und ein bisschen was von Traktoren hatten. Diesel gelten bis heute in den USA bei vielen Autofahrern als "Stinker".
Inzwischen drängen aber vor allem die deutschen Hersteller VW , BMW  und daimler  mit ihren modernen Diesel-Pkw auf den US-Markt. Zwar ist ein Durchbruch noch nicht in Sicht, ein Trend lässt sich aber gleichwohl erkennen.
Technik für den Highway
Die Motoren helfen vor allem bei langen Distanzen auf der Autobahn beim Spritsparen. Preislich besteht zwischen Diesel und Benzin in den USA kein Unterschied, da keiner der Kraftstoffe steuerlich bevorzugt oder benachteiligt wird.
Mit GM bekennt sich nun der Branchenprimus zum Diesel - und es wird deutlich, wie der US-Konzern in technischer Hinsicht von seiner Tochter Opel profitiert. Zuletzt hatte das Europageschäft eher negative Schlagzeilen gemacht mit rückläufigen Verkäufen und hohen Verlusten. Management und Betriebsrat verhandeln über ein neues Sparpaket, nachdem schon in der Vergangenheit Tausende Jobs bei Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall verloren gegangen waren.
In Europa, Afrika, Asien und Südamerika seien im vergangenen Jahr mehr als eine halbe Million Wagen des Konzerns mit Dieselmotor verkauft worden, warb GM bei seinen US-Kunden. Darunter seien auch 33.000 Chevrolet Cruze mit einem Dieselmotor gewesen - nur nicht in den Vereinigten Staaten. Das Auto ist eng verwandt mit dem Opel Astra und eines der meistverkauften Modelle von GM auf dem Heimatmarkt.
Der neue Motor für den Cruze werde federführend im italienischen Turin entwickelt, so GM - mit Unterstützung der Kollegen aus Pontiac im US-Bundesstaat Michigan und aus Rüsselsheim. Es handelt sich bei dem Aggregat um einen Turbodiesel, wie er in Europa seit Jahren beliebt ist, weil er viel Leistung bei einem vergleichsweise geringen Verbrauch verspricht.
19:14:56 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
General Motors 22,235 USD   -0,60%  -0.135
Volkswagen 129,1 EUR   -1,11%  -1.45
BMW 61,1 EUR   -1,47%  -0.91
Daimler 37,43 EUR   -1,36%  -0.515
  • FTD.de, 21.02.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland,
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