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Der Schritt, einen Kleinwagen mit Diesel auf dem Heimatmarkt anzubieten, ist für GM ungewöhnlich. Bisher sind Diesel-Motoren nach Meinung vieler Amerikaner etwas für Lkw, Busse oder Pick-up-Trucks - aber nichts für kompaktere Vehikel. Denn die Antriebe haben aus der Vergangenheit ein schlechtes Image bei Pkw-Fahrern, das allerdings Jahrzehnte alt ist, als Dieselfahrzeuge wirklich noch vergleichsweise laut waren und ein bisschen was von Traktoren hatten. Diesel gelten bis heute in den USA bei vielen Autofahrern als "Stinker".
Inzwischen drängen aber vor allem die deutschen Hersteller
VW ,
BMW und
daimler mit ihren modernen Diesel-Pkw auf den US-Markt. Zwar ist ein Durchbruch noch nicht in Sicht, ein Trend lässt sich aber gleichwohl erkennen.
Technik für den Highway
Die Motoren helfen vor allem bei langen Distanzen auf der Autobahn beim Spritsparen. Preislich besteht zwischen Diesel und Benzin in den USA kein Unterschied, da keiner der Kraftstoffe steuerlich bevorzugt oder benachteiligt wird.
Mit GM bekennt sich nun der Branchenprimus zum Diesel - und es wird deutlich, wie der US-Konzern in technischer Hinsicht von seiner Tochter Opel profitiert. Zuletzt hatte das Europageschäft eher negative Schlagzeilen gemacht mit rückläufigen Verkäufen und hohen Verlusten. Management und Betriebsrat verhandeln über ein neues Sparpaket, nachdem schon in der Vergangenheit Tausende Jobs bei Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall verloren gegangen waren.