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IAA in Frankfurt

FTD-Serie: Die Zukunft der Mobilität

"Zukunft serienmäßig" lautet das Motto der 64. Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt. Eines der wichtigsten Themen: Mobilitätskonzepte der Zukunft.
Merken   Drucken   14.09.2011, 11:29 Schriftgröße: AAA

Mitten im Auto-Ehekrach: Fiat umschmeichelt VWs untreuen Partner Suzuki

Während die Noch-Partner Volkswagen und Suzuki öffentlich streiten, drängelt sich ein lachender Dritter in die Beziehung: Fiat bietet den Japanern ein neues Bündnis an.
© Bild: 2011 Armin Weigel/dpa-Bildfunk
Während die Noch-Partner Volkswagen und Suzuki öffentlich streiten, drängelt sich ein lachender Dritter in die Beziehung: Fiat bietet den Japanern ein neues Bündnis an.
von Frankfurt und Martin Kölling, Tokio

Fiat-Chef Sergio Marchionne bringt sich als neuer Verbündeter für Suzuki  ins Spiel. Der japanische Konzern könnte ein interessanter Partner für den asiatischen Markt sein, sagte Marchionne am Dienstag in Frankfurt. Suzuki hatte zuvor dem strategischen Partner Volkswagen  die Freundschaft gekündigt und einen Ausstieg aus der seit knapp zwei Jahren bestehenden Kooperation beschlossen.

Fiat-Chef Sergio Marchionne gießt Öl ins Feuer   Fiat-Chef Sergio Marchionne gießt Öl ins Feuer

An dem Eklat war Marchionne selbst beteiligt: Eine Motorenkooperation ausgerechnet zwischen Fiat  und Suzuki hatte Volkswagen am Sonntag veranlasst, den Japanern öffentlich Vertragsbruch vorzuwerfen und ihnen das Ultimatum zu stellen, das sie zum Bruch mit den Deutschen veranlasste.

Während Marchionne bereits frohlockte, betonten die einstigen Partner vor allem ihre Selbstständigkeit: "Es ist kein Problem für Suzuki, auf VW zu verzichten", erklärte Suzuki-Europa-Chef Minoru Amano der FTD. "Suzuki arbeitet bereits mit Mazda , Nissan und Fiat zusammen." Es sei möglich, mit einem dieser Partner auch bei neuen Technologien zu kooperieren.

Mit einer Billigversion des neuen Kleinwagens Up könne man Suzuki ...   Mit einer Billigversion des neuen Kleinwagens Up könne man Suzuki in Indien gut angreifen, behauptet VW-Chef Winterkorn

Außerdem sei Suzuki selbst kompetent beim Bau umweltfreundlicher Antriebe wie Hybridmotoren. In Japan steht die Markteinführung eines Suzuki Swift mit Elektroantrieb und Verbrennungsmotor zur Stromproduktion während der Fahrt bevor - eine Technik, die Opel auch für seinen Ampera nutzt.

VW-Chef Martin Winterkorn betonte umgekehrt, ohne Suzuki klarzukommen. "Suzuki war eine Option. Wir können es auch alleine", sagte er. Volkswagen wolle seine 2009 erworbene Beteiligung von knapp einem Fünftel an Suzuki aber behalten. Die Japaner halten seitdem 1,5 Prozent an Volkswagen, wollen sich aber nach der Eskalation davon trennen.

Teil 2: Goldgräberstimmung in der Branche

  • FTD.de, 14.09.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland
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