Navigationssystem Garmin Nüvi
Auf ein möglichst einfaches Bedienkonzept setzt auch die Mietwagenfirma Avis. Die Verleiher bieten seit Juli für einen Aufpreis von sieben Euro pro Tag ein TomTom-Navigationssystem in ihren Autos an. Vorteil aus ihrer Sicht: Mit derselben Lösung in allen Fahrzeugen soll die Nutzung einfacher und damit stressfreier werden.
Mehr als Lifestyleprodukt sieht der Autokonzern Toyota die TomTom-Lösungen - und integrierte sie als Sonderausstattung zum Kampfpreis von 650 Euro in ihr kleinstes und günstigstes Modell "Aygo". Zum Vergleich: Fest eingebaute Navigationslösungen mit Touchscreen und integrierter Freisprecheinrichtung sind bei der Konkurrenz nicht unter gut tausend Euro zu haben. Damit ist Toyota der erste Hersteller, der ab Werk ein tragbares Gerät anbietet. Auch Konkurrent Nissan kündigte an, den Kleinwagen Micra mit einem TomTom auszustatten.
Anbieter von Autoradios sind die Verlierer
Hier zeichnet sich ein Trend ab: Während in der Mittel- und Oberklasse fest eingebaute Navigationsgeräte mehr und mehr zur Standardausstattung werden, gehört der Nachrüstermarkt und die Kleinwagenklasse den Anbietern von tragbaren Komplettlösungen. Laut Toyota-Manager Michael Cotthast wird der Preis für fest eingebaute Navigationslösungen weiter unter Druck kommen - und speziell im Massenmarkt für kleine und preiswerte Geräte fehlt es den Autoherstellern an Kernkompetenz.
Diese Entwicklung beobachtet auch Andrew Drabbe von TomTom: "Die großen Verlierer des Trends zu tragbaren Lösungen sind die traditionellen Anbieter von Autoradios mit Navigation." Der Grund: Wer eine fest eingebaute Lösung haben will, bekommt sie ab Werk. Für einfaches Nachrüsten sind die tragbaren Lösungen schlicht praktischer. Und angesichts einer zusehends komplexeren Autoelektronik wird es immer schwieriger, ein Autoradio nachzurüsten.
Das sehen auch die Anleger beim Börsenneuling TomTom so: Seit dem Börsengang im Juni 2005 legte die
TomTom-Aktie von 17,.50 Euro auf 33,50 Euro zu.