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BP
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393,2975 GBp |
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Auch als neuer BP-Chef dürfte seine erste Aufgabe bleiben, die Krise endlich in den Griff zu bekommen - und das Image des Konzerns in den USA wieder zu reparieren. Im Vergleich zu Hayward hat er einen dabei entscheidenden Vorteil: Dudley ist Amerikaner, wurde 1955 im New Yorker Stadtteil Queens geboren und wuchs in Mississippi auf - genau in der Region, die jetzt von der Ölpest betroffen ist. Sein Südstaatenakzent verschafft ihm hier zusätzliche Sympathien.
Dudley ist studierter Chemie-Ingenieur und ein Veteran der Branche. 30 Jahre Erfahrung in der Industrie könnten ihm nun zu Gute kommen. Wer einmal mit ihm arbeitete, ist meist voll des Lobes: "Wo auch immer ein Sturm tobt, er ist das Auge des Sturms, in dem die Leute in Ruhe denken und analysieren dürfen, um zu einer Entscheidung zu kommen", sagte sein ehemaliger Geschäftspartner Peter Necarsulmer einmal der "New York Times".
Seine Karriere begann Dudley beim Ölkonzern Amoco, der zehn Jahre später von BP übernommen wurde. Seine turbulenteste Zeit bisher verbrachte er allerdings in Russland, wo er als Chef des russisch-britischen Joint Ventures TNK-BP arbeitete.
Doch der Streit mit dem Oligarchen-Konsortium AAR wuchs sich zu einem politischen Machtkampf aus. 2008 verließ Dudley fluchtartig Moskau, weil ihm das Visum nicht verlängert wurde. Zeitweise versuchte er, das Unternehmen aus dem Ausland zu lenken. Wenig später gab es jedoch einen Wechsel an der Unternehmensspitze. "Man lernt in so einer schnellen, undurchsichtigen Umgebung, ruhig zu bleiben und sich rasch zu organisieren", kommentierte Dudley später den Vorfall. Eine Erfahrung, die ihm jetzt helfen sollte.