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Epson ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei digitalen Projektoren und Quarz-Sensoren. Die große Hoffnung ruht jedoch auf der besonderen Tintenstrahltechnologie, die Usui in seiner Zeit als Ingenieur bei Epson Ende der 80er-Jahre mitentwickelt hat. Noch stammen 80 Prozent des Umsatzes aus dem Verbrauchergeschäft. Künftig will der Konzern auch die Geschäftswelt mit Tinte erobern. "Eines unserer wichtigsten Ziele ist, die Anzahl von Druckern, die wir an Firmenkunden verkaufen, jedes Jahr um zehn Prozent zu erhöhen", sagt Usui. Noch seien nicht alle Produkte marktreif. Stehe in zwei bis drei Jahren das volle Portfolio, könne er sich auch doppelt so hohe Wachstumsraten vorstellen.
Zuerst gilt es jedoch, die Kunden zu überzeugen. "Noch nutzen die meisten Büros Laserdrucker", gibt Usui zu. Tintenstrahldrucker hätten vor allem mit den Vorurteilen der Käufer zu kämpfen, sagt Sharon McNee vom IT-Marktforscher Gartner: "Die Kunden gehen davon aus, das Tintenstrahldrucker höhere Kosten verursachen und eine schlechtere Bildqualität liefern als Laserdrucker." Dabei kommt es nur auf die richtige Technik an. Ein Tintendrucker, bei dem der Druckkopf nicht von links nach rechts über die Seite saust, sondern auf ganzer Breite druckt, ist genauso schnell wie ein Laserdrucker. Und statt einer riesigen Kartusche müssen nur die Tintenpatronen gewechselt werden. "Dann erreicht man ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das mit Laserdruckern nicht möglich ist", sagt Robert Palmer, Analyst beim Marktforscher Infotrends. Die Technik stecke allerdings noch in den Kinderschuhen. Palmer rechnet damit, dass sie sich erst in drei bis fünf Jahren bei großen Firmen durchsetzt.