Der Überschuss stieg im ersten Quartal um knapp zehn Prozent auf 5,2 Mrd. $. Der Umsatz legte sogar um 41 Prozent auf rund 65,9 Mrd. $ zu, wie der Konzern am Freitag in San Ramon (Kalifornien) bekanntgab.
Der Gewinnsprung fiel allerdings schwächer aus als zuvor beim größten US-Konzern
Exxon
sowie bei den europäischen Konkurrenten
BP und
Shell .
Chevron übertraf mit seinem Ergebnis aber die Erwartungen der Analysten klar. Die Aktie lag zum Handelsstart leicht im Plus.
Exxon Mobil hatte am Donnerstag den zweithöchsten Quartalsgewinn eines US-Unternehmens aller Zeiten präsentiert. Der weltgrößte börsennotierte Ölriese steigerte den Überschuss um 17 Prozent auf 10,9 Mrd. $. Der britische Konkurrent BP verdiente mit 6,6 Mrd. $ im ersten Quartal sogar fast 50 Prozent mehr, die britisch-niederländische Royal Dutch Shell mit 7,8 Mrd. $ rund 12 Prozent mehr.
Die Rekordölpreise bedeuten für die Konzerne zwar Rekordgewinne bei der Förderung. Im Raffineriegeschäft sinken die Margen aber wegen hoher Kosten. Die Unternehmen können das Preisplus zudem nur zum Teil und verzögert über die Tankstellen an die Autofahrer weitergeben. Sonst würden die Spritpreise noch mehr steigen als ohnehin.
Bei Chevron kam daher der operative Gewinn fast komplett aus dem lukrativen Fördergeschäft (plus 76 Prozent). In der Raffineriesparte brach das Betriebsergebnis dagegen ein (minus 85 Prozent). Die Lage der Wettbewerber sieht ähnlich aus.
Der Ölmulti Chevron fördert mit rund 1,5 Mio. Barrel (159 Liter) pro Tag rund zwei Prozent des weltweiten Ausstoßes. Chevron war erst im Februar in den Leitindex Dow Jones aufgerückt, das bekannteste Börsenbarometer der Welt mit 30 der größten US-Werte.