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Merken   Drucken   16.12.2005, 18:48 Schriftgröße: AAA

Offener Konflikt bei DaimlerChrysler  

Der Fahrzeughersteller DaimlerChrysler hat trotz des Widerstandes von Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat die operative Planung des Vorstandes für die kommenden Jahre verabschiedet. Einem Zeitungsbericht zufolge sollen bis 2008 weitere 7500 Stellen gestrichen werden.
Aderlass der Autobauer: Bisher Geplanter Arbeits-Platzabbau bei ...   Aderlass der Autobauer: Bisher Geplanter Arbeits-Platzabbau bei Automobilherstellern in Europa
Nach Informationen der "Stuttgarter Zeitung" hat der Aufsichtsrat die entsprechende Planung für die Jahre 2006 bis 2008 gebilligt. Diese sehe vor, dass in der Mercedes Car Group, in der die Personenwagenmarken Mercedes-Benz, Smart und Maybach zusammengefasst sind, insgesamt 14.000 Stellen wegfallen sollen. Darin sei die bereits bekannte Streichung von 8500 Stellen enthalten. Der Konzern rechnet dabei mit Kosten von 950 Mio. Euro.
Auch der zusätzliche Personalabbau von 5500 Stellen kann dem Bericht zufolge nur nach den Regeln der im Sommer 2004 vereinbarten "Zukunftssicherung 2012" erfolgen. Dies bedeutet, dass betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen sind. Der Zeitung zufolge soll es jetzt auch in der Nutzfahrzeugsparte, die noch von einer guten Konjunktur profitiert, zu Stellenstreichungen kommen. In dieser Sparte wolle sich der Konzern von 2000 Mitarbeitern trennen.
Gesamtbetriebsrat lehnt Personalplanung ab
DaimlerChrysler-Personalvorstand Günther Fleig ließ sich mit der Aussage zitieren: "Auch das Unternehmen steht zur Zukunftssicherung 2012 und auch zu den darin beschlossenen Maßnahmen." In dem Pakt sind allerdings Möglichkeiten wie Abfindungen und Vorruhestandsregelungen vorgesehen, mit denen trotzdem Stellenstreichungen möglich sind. Derzeit laufen solche Programme bei der Mercedes Car Group.
Der Gesamtbetriebsrat des Autobauers hatte bei der Aufsichtsratssitzung am Freitag den vom Vorstand beschlossenen Abbau von 8500 Stellen in Deutschland und die Personalplanung für die Folgejahre und damit die gesamte operative Planung für die Jahre 2006 bis 2008 nach eigenen Angaben abgelehnt. Der Aufsichtsrat hat die Maßnahmen aber gegen den Widerstand der IG Metall beschlossen, wie Betriebsrat und Unternehmen mitteilten. Ob in der Personalplanung noch weitere Stellenkürzungen vorgesehen sind, wollten weder Betriebsrat noch Konzern sagen.
Im Aufsichtrat habe auch die Arbeitnehmervertreter Nate Gooden von der amerikanischen Autogewerkschaft UAW und Heinrich Flegel, der als Vertreten der Angestellten in dem Kontrollgremium sitzt, für die Operative Konzernplanung 2006 bis 2008 gestimmt. Das erfuhr die FTD aus zuverlässigen Quellen.
Betriebsrat fürchtet Personalengpässe

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    © 2005 Financial Times Deutschland,
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