Opel kommt einfach nicht vom Fleck, macht aber etwas weniger Verlust als befürchtet. Auch im ersten Quartal musste der US-Mutterkonzern General Motors in seinem Europageschäft einen Verlust hinnehmen. Das Minus lag bei operativ 256 Mio. Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall noch knapp im Plus gelandet. Dann jedoch gingen die Verkäufe wegen der Schuldenkrise deutlich zurück und am Ende 2011 stand ein hoher Verlust. Europa bleibe eine Baustelle, sagte GM-Chef Dan Akerson.
Insgesamt verdiente General Motors unter dem Strich 1,0 Mrd. Dollar und damit ein Drittel soviel wie im Vorjahreszeitraum. Die Zahlen teilte der Konzern am Donnerstag in Detroit mit.
Dabei lasteten jedoch nicht nur die Probleme in Europa auf der Bilanz. Vor einem Jahr hatte General Motors durch den Verkauf von Anteilen an ehemaligen Tochtergesellschaften auch ungewöhnlich gut verdient, so dass der Einbruch nun umso heftiger ausfiel.
Die Börsianer hatten sich auf den Rückgang eingestellt. Der Gesamtkonzern überraschte amit besser als erwarteten Geschäftszahlen, so dass die Aktie an der Wall Street vorbörslich um ein Prozent stieg. Für Freude sorgte insbesondere, dass das Geschäft im wichtigsten Heimatmarkt Nordamerika gut läuft. Dadurch stieg der Konzernumsatz um vier Prozent auf 37,8 Mrd. Dollar.