Opel-Chef Hans Demant ist optimistisch
Der Konzern habe den schwierigsten Teil bei den Restrukturierungen bereits hinter sich gebracht. Doch der Umbau sei ein "Marathonlauf", so Demant. Mit massiven Zugeständnissen hatten die Opel-Beschäftigten Anfang März nach langwierigen und harten Verhandlungen mit der Führung des US-Mutterkonzerns General Motors die westdeutschen Werke des Traditionsunternehmens gesichert. Beim härtesten Sanierungsprogramm in der Firmengeschichte mussten die Beschäftigten mit dem Abbau von insgesamt rund 9.000 Stellen und Einbußen beim Gehalt hinnehmen. Dafür sind bis Ende 2010 betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.
"Super positive Stimmung"
Demant zufolge blickt Opel wieder vorsichtig optimistisch in die Zukunft. In der Verkaufsorganisation sei die Stimmung sogar "super positiv". Bei dem Kompaktvan Zafira, der im Werk Bochum gebaut wird, gebe es jetzt sogar ein "schönes Problem", berichtete der Opel-Chef. "Wir haben so viele Aufträge, dass wir sie in Deutschland gar nicht abarbeiten können." Zusätzliche Zafiras sollen deshalb demnächst in Polen gefertigt werden.
Trotz der Debatte um alternative Antriebe sieht der Opel-Chef keine steigende Nachfrage nach Erdgas-Fahrzeugen. Opel ist in Deutschland mit rund 30 Prozent Marktanteil Spitzenreiter bei Erdgas- Autos. "Es ist nicht so, dass Tausende von Kunden bei den Händlern stehen und Erdgas-Autos kaufen wollen. Die Kunden warten die Entwicklung ab."
Neuzulassungen in Europa legen zu
Der Automarkt hat sich in Europa im August deutlich belebt. Die Pkw-Neuzulassungen stiegen in Gesamteuropa (EU und EFTA) im Vergleich zum August 2004 um 7,5 Prozent auf 894.226 Fahrzeuge, teilte der europäische Herstellerverband ACEA am Mittwoch in Brüssel mit. In Deutschland wurden zwar 11,7 Prozent mehr Fahrzeuge zugelassen, in den ersten acht Monaten fiel die Zahl der Neuzulassungen im Vorjahresvergleich allerdings leicht um 0,5 Prozent auf 10,351 Millionen Fahrzeuge.