Zur Zeit verhandelten Vorstand und Arbeitnehmervertreter über die Details der künftigen Regelung, sagte eine Opel-Sprecherin der Wirtschaftzeitung "Handelsblatt". Seit März 1997 bekommen neu eingestellte Opel-Mitarbeiter keine Betriebsrente mehr.
Opel-Betriebsratschef Klaus Franz bewertet die Einigungschancen als gut. Vorstand und Arbeitnehmervertreter seien sich "grundsätzlich einig", wieder eine Betriebsrente einzuführen. Dabei sei aber klar, dass dies nicht zu den früheren Konditionen möglich sei. Die Mitarbeiter wüssten, dass der Konzern sparen müsse. Mit der Betriebsrente könne Opel aber in jedem Fall seine Attraktivität als Arbeitgeber deutlich erhöhen.
Opel fährt damit einen anderen Kurs als die
Commerzbank und der Versicherer
Gerling . Die Commerzbank hatte in dieser Woche angekündigt, die Betriebsrenten aus Kostengründen zum Jahresende zu kündigen. Als Begründung wies sie auf die schwierige wirtschaftliche Lage. In Frankfurter Bankenkreisen hieß es jedoch, die Bank mache sich hübsch für eine anstehende Fusion.
Gerling hat die Betriebsrenten vieler Mitarbeiter zum 1. Januar um 30 bis 50 Prozent verringert. Die Rückstellungen für Pensionsversprechen hätten eine Größenordnung angenommen, die der Konzern sich nicht mehr weiterhin leisten könne, hieß es zur Begründung. Die Kündigung oder Kürzung von Betriebsrenten stieß bei Politikern aller Parteien auf Unverständnis.