Die Opel-Führung hat einen Keil in die Front der Arbeitnehmer getrieben. Die deutschen Betriebsräte sind wütend, dass die britischen Beschäftigten des Werks in Ellesmere Port separat mit dem Unternehmen verhandelt und eine Bestandsgarantie herausgeschlagen haben. Die deutschen Standorte werden durch die Auslagerung geschwächt. "Das ist eine Kriegserklärung an das Bochumer Werk", sagte Rainer Einenkel, Betriebsratschef des Bochumer Opel-Werks, der FTD.
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Der zum Sparkurs gezwungene Autobauer hatte am Donnerstag entschieden, dass die Produktion des Modells Astra ab 2015 aus dem Rüsselsheimer Werk abgezogen und ins polnische Gliwice sowie ins britische Ellesmere Port verlagert wird. Der hessische Standort soll Ersatz bekommen. So könnte dem Vernehmen nach die Fertigung des Familienvans Zafira von Bochum nach Rüsselsheim wandern. Das Werk im Ruhrgebiet ist dagegen seit Langem von der Schließung bedroht.
Für die Bochumer Belegschaft ist das bitter. Die Opel-Beschäftigten im In- und Ausland hatten sich vor zwei Monaten verständigt, dass niemand aus der Tariffront ausschert. Damit wollten sie eine Lohnspirale nach unten vermeiden. Die Briten haben sich nach den Worten Einenkels daran nicht gehalten - um ihr ebenfalls von der Schließung bedrohtes Werk zu retten. "Wir werden da sehr viel klären müssen", so Einenkel. Die Geschäftsführung könnte nun versuchen, auch an anderen Standorten den Beschäftigten Zugeständnisse abzutrotzen.