Der Druckmaschinenhersteller hat den siebten Quartalsverlust in Folge eingefahren, sich aber besser geschlagen als von Analysten erwartet. Der Umsatz sank zwar - der Auftragseingang kletterte jedoch auf Rekordniveau.
Der Maschinenbauer Heidelberger Druckmaschinen - seit sieben Quartalen verluste schreibend - spürt einen leichten Aufwärtstrend. "Vor allem in China und Deutschland konnten wir ordentliche Geschäftserfolge erzielen", teilte das Unternehmen am Dienstag in Heidelberg mit.
Die positiv aufgenommenen Zahlen schoben das Unternehmen vorbörslich vier Prozent ins Plus.Die Zahlen seien überraschend gut gewesen und sollten sich positiv auf den Kursverlauf am Dienstag auswirken, schreibt DZ-Bank-Analyst Jasko Terzic in einer ersten Einschätzung.
Der Auftragseingang und Umsatz habe ein fast allen Regionen von einer stärker als erwarteten Nachfrage profitiert. "Der positive Schwung kommt aus Asien-Pazifik. Jetzt zahlt es sich aus, dass sich die Firma in China früh mit eigenen Produktionsanlagen positioniert hat", kommentierte Heino Ruland von Ruland Research. Doch angesichts der hohen Finanzkosten müssten sich die Volumina noch deutlich erholen, urteilte die DZ Bank. Daher werde das Rating "Sell" beibehalten.
Der Umsatz habe im dritten Vierteljahr mit 578 Millionen den höchsten Quartalswert im laufenden Geschäftsjahr 2009/10 (31. März) erreicht, teilte der Konzern mit. Zum Vorjahreszeitraum liegen die Erlöse allerdings um 23 Prozent zurück.
Der Auftragseingang sei mit 609 Mio. Euro (plus neun Prozent zum Vorjahr) auf das höchste Niveau seit fünf Quartalen gestiegen. Ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen wurde der operative Verlust durch das Sparpaket auf 13 Mio. Euro reduziert. Vor Jahresfrist war gerade die Gewinnschwelle erreicht worden. Nach Steuern sank der Verlust von Heidelberger Druck im dritten Geschäftsquartal binnen Jahresfrist auf elf von 24 Mio. Euro.
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