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Merken   Drucken   10.11.2011, 22:31 Schriftgröße: AAA

Quartalszahlen vom Donnerstag: T-Mobile USA steigert Kundenzahl

Die Telekom-Tochter macht bei den Prepaid-Kunden Boden gut. Die französische Bank Crédit Agricole leidet unter der Schuldenkrise. Ein Überblick über die wichtigsten Unternehmensberichte des Tages.
An diesem Donnerstag öffnen viele große Unternehmen ihre Bücher. Neben deutschen Konzernen wie RWE  und Deutsche Telekom  veröffentlichen unter anderem Cisco  und EADS  ihre Quartalszahlen. FTD.de fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen.
Der zum Verkauf stehende US-Ableger der Telekom -Tochter T-Mobile hat einen Kundenzuwachs im dritten Quartal vermeldet. Zwar sei die Zahl der lukrativen Vertragskunden nach wie vor rückläufig, aber bei den Prepaid-Kunden habe man Boden gutmachen können, teilte das Unternehmen mit.
Wenn das Schild am Geschäft von T-Mobile nicht wie geplant durch ...   Wenn das Schild am Geschäft von T-Mobile nicht wie geplant durch AT&T ersetzt werden kann, muss ein anderer Käufer her
Insgesamt habe T-Mobile-USA im Zeitraum zwischen Juli und September 126.000 Kunden hinzugewonnen. Der Gewinn sei um vier Prozent auf umgerechnet 244 Mio. Euro angestiegen, der Umsatz dagegen um zwei Prozent auf 3,9 Mrd. Euro gefallen.
Im August war der Verkauf von T-Mobile-USA an den Konkurrenten AT&T  vom US-Justizministerium wegen kartellrechtlicher Bedenken gestoppt worden.
Ein Sparprogramm von 30 Mio. Euro und die schwache Nachfrage nach Lebens- und Rentenversicherungen lastet auf dem Gewinn des Finanzmaklers MLP . Der Überschuss schrumpfte im dritten Quartal um drei Viertel auf 1,7 Mio. Euro, weil das Unternehmen aus Wiesloch bei Heidelberg gut 4 Mio. Euro der Kosten für das Effizienzprogramm verbucht hat. Rund 16 Mio. Euro Kosten werden aber erst im vierten Quartal fällig. "Wir erwarten trotz des herausfordernden Umfelds ein erfolgreiches Schlussquartal", sagte Finanzchef Reinhard Loose. Durch die Einsparungen soll die operative Umsatzrendite 2012 auf 15 Prozent steigen.
Im dritten Quartal sanken die Erlöse im Kerngeschäft mit Altersvorsorgeprodukten um zwei Prozent auf 62,7 Mio. Euro. MLP sieht darin aber einen Aufwärtstrend, weil der Rückgang in den ersten beiden Quartalen stärker ausgefallen war. Die Anleger seien aber vom Auf und Ab an den Börsen und der europäischen Schuldenkrise immer noch verunsichert, sagte Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildeberg. Besser lief es in der privaten Krankenversicherung. Die Gesamterlöse stagnierten bei 116,3 Mio. Euro, lagen aber ebenso leicht über den Erwartungen der Analysten wie das um ein Viertel gesunkene operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen von 6,5 Mio. Euro.
Der Motorenbauer Deutz  hat im dritten Quartal Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Die Erlöse seien von Juli bis Ende September um 40 Prozent auf 399,4 Mio. Euro gestiegen, teilte das Kölner Unternehmen am Donnerstag mit. Den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) konnte der Konzern auf 25,1 Mio. Euro mehr als verzehnfachen. Damit lag Deutz über den Erwartungen der Analysten.
Die Geschäftsentwicklung sei sehr zufriedenstellend und die Nachfrage weiter hoch, sagte Vorstandschef Helmut Leube. Er sei überzeugt, dass er die angepeilten Ziele im Geschäftsjahr erreichen werde. Leube hatte im August die Prognose erhöht. Die Kölner wollen mehr als 225.000 Motoren verkaufen. Im Vorjahr waren es 168.000 Motoren. Die Erlöse sollen von 1,2 Mrd. Euro auf über 1,5 Mrd. Euro steigen und das Ebit vor Sondereffekten von 42,2 Mio. Euro auf rund 90 Mio. Euro.
Einsparungen vieler Staaten im Geseundheitswesen und Rabattschlachten in wichtigen Märkten wie Deutschland machen dem Pharmahändler Celesio  zu schaffen. Der Überschuss fiel im dritten Quartal um über ein Viertel auf 59,9 Mio. Euro, wie der Stuttgarter Konzern am Donnerstag mitteilte. Damit schnitt das vom Mischkonzern Haniel kontrollierte Unternehmen jedoch besser ab als von den Analysten erwartet.
Europas größter Pharmahändler hatte bereits Ende Oktober vorläufige Zahlen vorlegt und dabei auch einen Strategieschwenk angekündigt. Der neue Celesio-Chef Markus Pinger will bei dem kriselnden Konzern noch mehr einsparen und sich auf das Kerngeschäft Handel und Apotheken konzentrieren. Für das laufende Jahr bekräftigte er die Prognose, die der Konzern 2011 allerdings bereits drei Mal - zuletzt Ende Oktober - gesenkt hatte. Celesio rechnet demnach mit einem Betriebsgewinn (Ebitda) vor Einmalaufwendungen von mindestens 575 Mio. Euro.
Im dritten Quartal lag das Ebitda vor Sondereffekten mit 141,9 Mio. Euro knapp ein Viertel unter dem Vorjahresniveau. Der Umsatz ging um drei Prozent zurück auf 5,67 Mio. Euro. Für 2012 stellte Konzernchef Pinger, der seit knapp drei Monaten das Sagen bei Celesio hat, jedoch wieder steigende Gewinne in Aussicht.
Die Schuldenkrise belastet den österreichischen Kranhersteller Palfinger. Zwar verdiente das auf Lkw-Kräne und -Hebebühnen spezialisierte Salzburger Unternehmen im dritten Quartal dank Zukäufen und einer starke Nachfrage aus Schwellenländern mehr. Im Kernmarkt Europa habe sich im dritten Quartal jedoch die zunehmende finanzpolitische Unsicherheit in einem schwächeren Auftragseingang niedergeschlagen. An der Börse verlor die Palfinger-Aktie am Donnerstag zwischenzeitlich knapp vier Prozent an Wert.
Der Umsatz stieg im dritten Quartal Umsatz um ein Viertel auf rund 210 Mio. Euro während das operative Ergebnis (Ebit) auf 16,5 von 9,1 Mio. Euro zulegte. Analysten hatten ein etwas höheres Ebit erwartet.
"Die aktuellen Entwicklungen auf den Finanzmärkten in Europa werden sich voraussichtlich auch auf die Realwirtschaft auswirken und damit auch auf die für Palfinger relevanten Märkte. Eine rückläufige Entwicklung kann für Palfinger dennoch nicht das Ausmaß des Jahres 2008 erreichen", hieß es. Nun habe das Unternehmen seine Vorräte reduziert und könne daher schnell auf Nachfragerückgänge reagieren. Für das Gesamtjahr geht Palfinger weiterhin von einem Umsatzwachstum von 20 Prozent aus.
Nach Preiserhöhungen ist der Auftragsboom beim Gabelstapler- und Regalsystemhersteller Jungheinrich  im dritten Quartal etwas abgeflaut. Die Bestellungen legten um fünf Prozent auf 497 Mio. Euro zu, nachdem sie im ersten Halbjahr noch um ein Viertel gewachsen waren. Das teilte das Hamburger Unternehmen am Donnerstag mit. Viele Kunden hätten noch vor der Preiserhöhung zum 1. Juli neue Maschinen bestellt.
Der weltweit drittgrößte Anbieter nach Toyota  und Kion übertraf dennoch die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf 525 Mio. Euro, das operative Ergebnis (Ebit) wuchs um 44 Prozent auf 38,3 Mio. Euro.
Jungheinrich-Chef Hans-Georg Frey schaut optimistisch in die Zukunft: "Auch über das Jahresende 2011 hinaus wird die Geschäftsentwicklung unseres Unternehmens ganz im Zeichen von Wachstum und Zukunftsgestaltung stehen." So wolle Jungheinrich den Vertrieb in Osteuropa, Asien und Lateinamerika ausweiten. An der im Sommer leicht angehobenen Prognose für das laufende Jahr hielt Frey fest. Demnach erwartet er 2011 einen Umsatz von deutlich über 2 Mrd. Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von deutlich über 130 Mio. Euro.
Der Shoppingcenter-Investor Euroshop  hebt wegen steigender Einnahmen seiner Beteiligungen die Gewinnprognose an. Der im Nebenwerteindex MDAX  gelistete Konzern rechnet nun mit einem Umsatz in einer Spanne zwischen 188 und 190 Mio. Euro. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Bisher war der Vorstand von bis zu 188 Mio. Euro ausgegangen. Der Betriebsgewinn soll auf bis zu 163 Mio. Euro klettern. Hier hatte Euroshop bislang mit 161 Mio. Euro gerechnet.
Durch die guten Geschäfte würden die Belastungen durch ein Steuerrechtsurteil im laufenden Jahr nach Konzernangaben mehr als wettgemacht. Für Euroshop kommt es nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs zu einer Belastung durch bisher nicht angefallene Gewerbesteuer. Allerdings falle die für das laufende Jahr zu bildende Vorsorge deutlich niedriger aus als Anfangs gedacht. Im August hatte Euroshop das Steuerrisiko für mehrere Jahre mit gut 6 Mio. Euro beziffert.
In den ersten neun Monaten kletterte der Umsatz um 29 Prozent auf 138 Mio. Euro, der Betriebsgewinn (Ebit) stieg um den gleichen Prozentsatz auf 118 Mio. Euro.
Der Agrar- und Baustoffhändler Baywa  hat im dritten Quartal kräftig zugelegt. Vor allem gute Geschäfte in den Segmenten Agrar und Bau trieben den Umsatz um 18 Prozent in die Höhe auf 2,457 Mrd. Euro, wie der Konzern am Donnerstag in München berichtete. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um 16 Prozent auf 34,4 Mrd. Euro zu - das war mehr, als Analysten erwartet hatten.
Bereits am Mittwoch hatte Baywa angekündigt, den Marktführer im neuseeländischen Obstgeschäft, die Firma Turner & Growers (T&G), zu übernehmen. Der Kaufpreis werde abhängig von der Annahmequote der T&G-Aktionäre zwischen umgerechnet 79 Mio. Euro und 125 Mio. Euro liegen. Die Kartellbehörden in Deutschland und Neuseeland müssen den Deal noch prüfen. Zudem soll die margenschwache Bau- und Gartenmarktsparte an die Familie Seger zu verkauft werden, der unter anderem die Baumarktkette Hellweg gehört.
Für das Gesamtjahr bekräftigte Vorstandschef Klaus Lutz die Prognose: "Aufgrund der hervorragenden Geschäftsentwicklung ist es sehr wahrscheinlich, dass wir 150 Mio. Euro Ebit erreichen können." In den ersten neun Monaten betrug der operative Gewinn 123 Mio. Euro. Lutz sagte weiter, Baywa habe bereits einen Großteil der strategischen Ziele für 2011.
Der Medienkonzern Bertelsmann hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2011 Umsatz und Gewinn leicht gesteigert. Die Erlöse aus fortgeführten Geschäften erhöhten sich von Januar bis September um 2,3 Prozent auf 10,7 Mrd. Euro, das Konzernergebnis stieg von 357 Mio. Euro auf 377 Mio. Euro. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Das operative Ergebnis wurde leicht durch Ausgaben für neue Geschäfte belastet und belief sich auf 1,03 Mrd. Euro nach 1,04 Mrd. Euro im Vorjahr.
Ende August hatte Bertelsmann angesichts der trüben Konjunkturaussichten die Erwartungen an das Jahr gedämpft. Demnach soll das operative Ergebnis nicht mehr die 1,85 Mrd. Euro des Vorjahres erreichen, sondern ein wenig darunter liegen. Dies bestätigte der Konzern nun, ebenso wie den Ausblick auf ein steigendes Konzernergebnis bei moderatem Umsatzwachstum.
Beim erfolgsverwöhnten Großküchenausrüster Rational  ist im dritten Quartal der Gewinn überraschend zusammengeschmolzen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sackte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 23,2 Mio. Euro ab. Das teilte der Konzern aus dem bayerischen Landsberg am Donnerstag mit. Umterm Strich blieben 17,7 Mio. Euro, neun Prozent weniger als vor Jahresfrist.
Als Grund nannte Rational, dass das bisherige Hauptprodukt durch einen neuen Kochautomaten ersetzt wurde. "Es sind erhebliche Kosten für die Neueinführung angefallen", sagte Konzernchef Günter Blaschke. Weil die Produktion umgestellt wurde, stieg der Umsatz nur um sieben Prozent auf 92,4 Mio. Euro, während der Auftragseingang um 16 Prozent zulegte.
Mit den Quartalszahlen lag Rational unter den Erwartungen der Analysten. Für das Gesamtjahr bekräftigte der Konzern die Prognose, wonach der Umsatz um zehn Prozent wachsen und der Gewinn zulegen soll.
Der Schweizer Versicherungskonzern Zurich Financial Services  hat im dritten Quartal trotz hoher Kosten für Naturkatastrophen 1,24 Mrd. Dollar Reingewinn erzielt. Europas viertgrößter Versicherer profitierte davon, dass Absicherungsgeschäften einen Ertrag von rund 1 Mrd. Dollar brachten. Zurich verdiente unter dem Strich zwei Drittel mehr als vor einem Jahr und deutlich besser als von Analysten erwartet. Dem Allianz -Konkurrenten half auch, dass Sonderkosten ausblieben: Im dritten Quartal 2010 hatten ein Vergleich in den USA und eine Abschreibung auf eine Beteiligung in Russland das Konzernergebnis mit 400 Mio. Dollar belastet.
Die Aufwendungen für den Wirbelsturm "Irene", der im August über die US-Ostküste fegte, bezifferte Zurich am Donnerstag mit 105 Mio. Dollar. Hagelstürme in Deutschland und der Schweiz schlugen mit weiteren 130 Mio. Dollar zu Buche.
Die Prämieneinnahmen stiegen leicht auf 38,27 Mrd. Dollar. Dabei kam Zurich auch die Schwäche der Konzernwährung Dollar  zugute - dadurch steigen Einnahmen aus anderen Währungsräumen.
Zurich beobachte genau, wie sich die Anlagen in Staatsanleihen von Peripherieländern der Euro-Zone entwickeln. Der Konzern hält 27 Mrd. seiner insgesamt 198 Mrd. Dollar Anlagen in Euro-Staatsanleihen. Die größte Position entfällt mit 5,7 Mrd. Dollar auf italienische Titel. Griechische Anleihen besitzt Zurich kaum.
Steigende Einnahmen aus Allianzen mit Pharmakonzernen schieben die Geschäfte des Hamburger Biotechunternehmens Evotec  an. Der Betriebsgewinn in den ersten neun Monaten sprang von 1 Mio. Euro im Vorjahr auf 9,5 Mio. Euro. Das teilte Evotec am Donnerstag mit. Dabei sorgte eine Abschlagszahlung des Schweizer Pharmakonzerns Roche  von 6,9 Mio. Euro im dritten Quartal für kräftige Unterstützung. Die Umsätze kletterten im Zeitraum Januar bis September um 54 Prozent auf 59,7 Mio. Euro.
Evotec-Chef Werner Lanthaler hatte die Kooperation mit Pharmakonzernen nach der Übernahme im März 2009 zum Kerngeschäft von Evotec erklärt. Neben der Kooperationen mit Roche unterhält Evotec auch Allianzen mit dem belgischen Pharmakonzern UCB , mit der Schweizer Novartis , mit Ono Pharmaceutical und Boehringer Ingelheim. Im September hatte Lanthaler einen großen Erfolg für Evotec verbucht, als eine umfassende Kooperation mit Roche zur Entwicklung eines Alzheimer-Medikaments vereinbart wurde.
Im Zuge der Vereinbarung mit den Schweizern hatte Evotec erneut seine Jahresziele angehoben, die jetzt bestätigt wurden. Danach erwartet Evotec für 2011 ein Umsatzplus von 40 Prozent auf 77 bis 79 Mio. Euro. Zum Jahresende will Evotec mehr als 60 Mio. Euro an liquiden Mitteln in der Kasse haben. Auch für das kommende Jahr gab sich Evotec zuversichtlich: Das Auftragsbuch deute auf Umsatzwachstum 2012 hin und auf einen anhaltenden Zuwachs des operativen Gewinns.
Die Optikerkette Fielmann  hat ihren Marktanteil weiter ausgebaut. Während die Branche in den ersten neun Monaten des Jahres einen Verkaufsrückgang von einem Prozent verbuchte, habe der Hamburger Konzern den Absatz um vier Prozent auf fünf Millionen Brillen gesteigert. Das gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Allein im Zeitraum Juli bis September verkaufte Fielmann 1,7 Millionen Sehhilfen. Das waren 50.000 mehr als vor Jahresfrist.
Der Umsatz legte im dritten Quartal um rund fünf Prozent auf 272 Mio. Euro zu, etwa ebenso stark kletterte der Vorsteuergewinn auf rund 54 Mio. Euro. Für die nächsten Monate ist Firmengründer Günter Fielmann trotz des nachlassenden Konsums weiter zuversichtlich. Absatz, Umsatz und Gewinn sollten auch in diesem Jahr steigen, sagte der Konzernchef.
In dem Zwischenbericht verwies Fielmann darauf, dass sich die Konsumstimmung wegen der Euro-Krise verschlechtert habe. Davon kann sich die Optikerkette dank hoher Stückzahlen und günstiger Preise bislang jedoch absetzen. "Wir treiben die Expansion voran, werden in diesem Jahr weitere Geschäfte eröffnen, umbauen und erweitern." In den vergangenen vier Jahren habe Fielmann 70 neue Geschäfte eröffnet.
Der Chemiekonzern Lanxess  hat im abgelaufenen Quartal einen unerwartet deutlichen Gewinnschub erzielt. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei vor Sondereinflüssen im dritten Quartal um 27 Prozent auf 311 Mio. Euro gestiegen, teilte das Leverkusener Unternehmen am Donnerstag mit. Insgesamt blieb ein Überschuss von 154 Mio. Euro - ein Plus von 31 Prozent. Lanxess setzte im Zeitraum Juli bis September 2,3 Mrd. Euro um und damit 26 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Dank einer starken Nachfrage nach künstlichem Kautschuk und High-Tech-Kunststoffen habe Lanxess im Quartal ein Rekordergebnis erzielt, sagte Konzernchef Axel Heitmann. Für das Gesamtjahr 2011 erwartet Heitmann wie bisher, dass der bereinigte operative Gewinn um rund 20 Prozent auf mehr als 1 Mrd. Euro zulegen wird.
Die Solartechnikfirma Phoenix Solar  hat im dritten Quartal trotz gestiegener Umsätze einen Verlust verbucht. Als Grund nannte Firmenchef Andreas Hänel am Donnerstag Abschreibungen auf Lagerbestände in Höhe von 9,6 Mio. Euro infolge des beschleunigten Preisverfalls. Er will gegensteuern. "Um in diesem schwierigen Marktumfeld wieder profitabel zu werden, wollen wir uns zukünftig schlanker aufstellen und uns auf margenstarke Bereiche der Wertschöpfung konzentrieren", sagte er. Kostensenkungen und Optimierungen des Geschäftsmodells seien bereits eingeleitet worden. Details nannte Hänel zunächst nicht.
Dank eines starken Auslandsgeschäftes stieg der Umsatz im dritten Quartal um 18,7 Prozent auf 113,1 Mio. Euro; knapp 72 Prozent der Erlöse erzielte Phoenix außerhalb Deutschlands. Den operativen Verlust (Ebit) bezifferte der Vorstand mit 13,2 Mio. Euro nach einem Gewinn von 4,3 Mio. Euro vor Jahresfrist. Netto schlug ein Minus von 19 Mio. Euro zu Buche. Im Vorjahr stand ein Gewinn von 2,3 Mio. Euro in den Büchern.
Der Vorstand bekräftigte seine reduzierten Jahresziele und peilt demnach einen Umsatz zwischen 350 und 400 Mio. Euro an. Für 2011 erwartet der Konzern einen operativen Verlust von 42 bis 49 Mio. Euro.
Dank höherer Passagierzahlen hat der Flughafenbetreiber Fraport  wesentlich mehr verdient als im Vorjahr. Das Konzernergebnis sei in den ersten neuen Monaten um 40 Prozent auf 226 Mio. Euro gestiegen, teilte Fraport am Donnerstag mit. Im dritten Quartal stieg der Überschuss um zehn Prozent auf 120 Mio. Euro. Damit erfüllte das Unternehmen die Analystenerwartung.
Im Zeitraum Januar bis September starteten und landeten knapp 42,7 Millionen Passagiere in Frankfurt, sieben Prozent mehr als im Jahr davor. Auf allen Flüghäfen waren es 75,6 Millionen Reisende - ein Plus von zehn Prozent. Fraport ist unter anderem an den Flughäfen von Antalya in der Türkei und Lima in Peru beteiligt. Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand weiter bis zu sieben Prozent mehr Passagiere in Frankfurt. Das operative Ergebnis soll wie bislang angekündigt um zehn bis 15 Prozent zulegen, verglichen mit den 710,6 Mio. Euro vor einem Jahr. Dabei erwartet der Konzern eher ein Wachstum am oberen Ende der Spanne. Der Jahresüberschuss soll leicht unter dem Vorjahresniveau liegen.
Der Pay-TV-Sender Sky Deutschland  hat im dritten Quartal 2011 einen geringeren Verlust verbucht als von Analysten erwartet. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) auf minus 18,6 Mio. Euro nach einem Fehlbetrag von 54,9 Mio. Euro im Vorjahresquartal.
In den abgelaufenen drei Monaten konnte Sky knapp 100.000 neue Kunden werben, mehr als von Experten vermutet. "Wir haben alle Kennzahlen verbessert und das beste Neukundenwachstum der Unternehmensgeschichte in einem dritten Quartal erzielt", sagte Sky-Chef Brian Sullivan.
Insgesamt sank der Verlust von Sky auf 46,9 von 89,3 Mio. Euro, der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 284,5 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr rechnet Sky mit einem Ebitda-Verlust zwischen 145 und 175 Mio. Euro.
Wegen Schuldenkrise in Griechenland muss Frankreichs drittgrößte börsennotierte Bank Crédit Agricole  einen deutlichen Gewinneinbruch hinnehmen. Der Nettogewinn im dritten Quartal sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum unter anderem wegen Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen um 65 Prozent auf 258 Mio. Euro gefallen, teilte die Bank am Donnerstag mit. Er lag damit deutlich unter den Analystenerwartungen. Die Einnahmen im abgelaufenen Quartal stiegen um 6,2 Prozent auf 5,3 Mrd. Euro.
Die Wertberichtigungen in Griechenland hätten für die Bank Belastungen von 637 Mio. Euro bedeutet, hieß es weiter. Crédit Agricole nahm in diesem Zusammenhang Abschreibungen von rund 60 Prozent vor. Dies entspricht der Größenordnung, die auch die französischen Rivalen Société Générale  und BNP Paribas  vorgenommen haben. Auch Verluste der griechischen Tochter Emporiki schlugen negativ zu Buche, wie Crédit Agricole mitteilte.
Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS  muss bei seinem neuen Hoffnungsträger Airbus A350 eine teure Verspätung eingestehen. Statt Ende 2013 solle der Flieger nun im ersten Halbjahr 2014 erstmals ausgeliefert werden, teilte der Konzern am Donnerstag mit.
Im dritten Quartal verbuchte EADS dafür eine Sonderbelastung von 200 Mio. Euro, verdiente allerdings deutlich mehr als von Analysten erwartet. Zudem kann sich Airbus vor Bestellungen kaum retten: Insgesamt sollen in diesem Jahr 1500 Aufträge eingehen, fast dreimal so viel wie die Jahresproduktion.
In den ersten neun Monaten kam EADS auf einen Umsatz von 32,7 Mrd. Euro, rund vier Prozent als ein Jahr zuvor. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Unternehmenswerte und außerordentlichen Posten - bei EADS als Ebit bezeichnet - legte trotz eines schwachen Sommerquartals um 13 Prozent auf 885 Mio. Euro zu. Der Überschuss stieg auf 421 Mio. Euro und damit mehr als das Doppelte. Dabei kam EADS ein Sonderertrag aus der Einstellung des Langstreckenfliegers A340 zugute.
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Der Energiekonzern RWE  hat nach einem Gewinneinbruch in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres seine Prognose für 2011 bestätigt. Es bleibe bei dem nach der Atomwende gesenkten Ausblick, teilte der zweitgrößte deutsche Versorger mit. Danach werde der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) um etwa 20 Prozent fallen und das für die Dividende entscheidende nachhaltige Nettoergebnis um 35 Prozent zurückgehen.
Von Januar bis Ende September schrumpfte das Ebitda um 21,1 Prozent auf 6,2 Mrd. Euro. Die Erlöse gingen um knapp ein Prozent auf 38,2 Mrd. Euro zurück. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 38,8 Mrd. Euro gerechnet und einem Ebitda von 6,2 Mrd. Euro.
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Der Düngemittel- und Salzkonzern K+S  geht trotz eines kräftigen Gewinnsprungs im dritten Quartal etwas verhaltener in die kommenden Monate. Für 2011 werde nur noch mit einem Umsatzanstieg auf 5 bis 5,25 (bisherige Prognose: 5 bis 5,3) Mrd. Euro gerechnet, teilte der Konzern mit. Der Betriebsgewinn (Ebit I) werde auf 0,95 bis 1 (bisher 0,95 bis 1,05) Mrd. Euro steigen. "Bei unserer Einschätzung zum Jahr 2012 hat uns die derzeit allgegenwärtige Unsicherheit über die künftige konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft dazu bewogen, etwas vorsichtiger zu sein", sagte Firmenchef Norbert Steiner .
Im dritten Quartal profitiert K+S dagegen wie die Konkurrenten Potash  und Agrium von der starken Nachfrage der Landwirte und anhaltend hohen Getreidepreisen. Der Umsatz kletterte um 17 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro, der operative Gewinn schoss um 69 Prozent auf 199 Mio. Euro in die Höhe. Mit beiden Kennzahlen übertraf der Konzern die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten.
Der Münchener Technologiekonzern Siemens  zeigt sich nach einem kräftigen Gewinnanstieg in seinem abgelaufenen Geschäftsjahr vorsichtig für die absehbare Zukunft. Der Umsatz werde moderat wachsen, der Gewinn des fortgeführten Geschäfts werde auf vergleichbarer Basis etwa auf dem Niveau des Vorjahres von 6 Mrd. Euro liegen, teilte der Konzern mit.
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Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 legte der Nettogewinn des Technologiekonzerns um gut die Hälfte auf 6,3 Mrd. Euro zu. Der Umsatz des fortgeführten Geschäfts kletterte um sieben Prozent auf 73,5 Mrd. Euro. Im Schlussquartal erreichte der Gewinn 1,2 Mrd. Euro nach einem Verlust im Vorjahr. Damit blieb Siemens unter den Analystenerwartungen.
Der Umsatz kletterte um fünf Prozent auf 20,4 Mrd. Euro. Der Auftragseingang ging hingegen um zwei Prozent zurück. Zudem schrieb Siemens 231 Mio. Euro auf sein Solargeschäft ab. Für die kommenden beiden Jahre nimmt sich der Konzern zudem die Baustelle Medizintechnik vor. Dort sollen Kosten gespart werden: In der erfolglosen Sparte Strahlentherapie steht auch der Abbau von mehreren hundert Stellen in Deutschland an.
Die Deutsche Telekom  hat dank eines harten Sparkurses ihren Gewinn unerwartet gesteigert. Der Überschuss sei im dritten Quartal um 15 Prozent auf 1,07 Mrd. Euro gestiegen, teilte der Bonner Konzern mit.
Telekom-Chef René Obermann   Telekom-Chef René Obermann
Von Reuters befragte Analysten hatten mit lediglich 820 Mio. Euro gerechnet. Entscheidend zu dem Gewinnplus beigetragen habe, dass die Kosten seit Jahresanfang um 1,5 Mrd. Euro gedrückt wurden.
Der Konzernumsatz ging nach Firmenangaben im abgelaufenen Vierteljahr inklusive des US-Geschäfts um sechs Prozent auf 14,67 Mrd. Euro zurück. In diesem Jahr erwartet die Telekom unverändert ein bereinigtes Betriebsergebnis (Ebitda) von 19,1 Mrd. Euro. Der Free Cashflow soll bei mindestens 6,5 Mrd. Euro liegen.
Der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco  hat für das laufende Quartal eine unerwartet optimistische Prognose ausgegeben. Der US-Konzern teilte mit, er rechne angesichts der robusten Nachfrage seitens öffentlicher und privater Kunden mit einem Anstieg des Umsatzes um sieben bis acht Prozent auf 11,1 bis 11,2 Mrd. Dollar. Für den Gewinn ohne Sonderposten im zweiten Geschäftsquartal prognostizierte Cisco 42 bis 44 Cent je Aktie. Analysten hatten im Schnitt einen etwas zurückhaltenderen Ausblick erwartet.
John Chambers warnt vor der globalen Ungewissheit   John Chambers warnt vor der globalen Ungewissheit
Cisco-Aktien verteuerten sich nachbörslich um vier Prozent. Konzern-Chef John Chambers warnte allerdings, dass die globale Ungewissheit anhalte und es schwierig bleibe, die Marktbedingungen vorherzusagen.
Für sein am 29. Oktober zu Ende gegangen erstes Quartal wies das Unternehmen nach Börsenschluss in New York besser als erwartete Geschäftszahlen aus. Der Umsatz stieg demnach auf 11,3 Mrd. Dollar nach 10,75 Mrd. vor einem Jahr. Von August bis Oktober verdiente Cisco unterm Strich 1,8 Mrd. Dollar und damit acht Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Den bereinigten Gewinn je Aktie bezifferte Cisco mit 43 Cent. Analysten hatten im Schnitt mit 11 Mrd. Dollar Umsatz und einem Gewinn von 39 Cent je Aktie gerechnet.
  • FTD.de, 10.11.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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