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24.01.2011, 14:21
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Reduzierung des Gewichts:
Daimler setzt seine Autos auf Karbon-Diät
Sprit ist teuer - und schwere Autos verbrauchen viel davon. Daimler verdonnert seine Fahrzeuge daher zur Gewichtsabnahme. Der Hersteller verbaut künftig mehr Karbon in seinen Autos - und will mit seinen Plänen sogar Karbon-Vorreiter BMW links liegen lassen.
Daimler will den Spritverbrauch auch durch ein niedrigeres Gewicht seiner Autos verringern und hat sich dazu mit dem japanischen Kohlefaserspezialisten Toray zusammengetan. Die Unternehmen beschlossen die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens für Leichtbauteile, teilten beide Partner am Montag mit.
Leicht und fest
Was Karbon alles kann
Toray ist der weltweit größte Hersteller von Karbonfasern und hält mit 50,1 Prozent die Mehrheit an der neuen Firma mit Sitz in Esslingen. Daimler besitzt 44,9 Prozent, weitere Partner kommen zusammen auf fünf Prozent.
Daimler-Chef Dieter Zetsche will bis zu zehn Prozent leichtere Autos
Das Unternehmen zur Herstellung und Vermarktung von karbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK) soll Daimler zufolge noch im ersten Quartal gegründet werden. Die Serienfertigung soll schon im nächsten Jahr 2012 starten. Damit wäre der Stuttgarter Autohersteller der erste weltweit, der in die Massenproduktion von Kohleverbundwerkstoffen im Automobilbau einsteigt. Rivale BMW setzt zwar auch massiv in die Technologie - liegt aber im Zeitplan etwas hinter der Schwaben.
Daimler will mit Hilfe des Joint-Ventures zunächst Bauteile für den neuen Mercedes SL herstellen. Später sollen Module für eine weite Modellpalette folgen - und letztlich sollen ganze Karosserien aus Karbon gebaut werden, hieß es bei der Vorstellung der Pläne in Tokio.
Die Stuttgarter und Toray hatten schon im Frühjahr vergangenen Jahres eine Zusammenarbeit auf diesem Gebiet angekündigt. Durch Leichtbau wollen die Stuttgarter das Gewicht ihrer Fahrzeugmodelle um bis zu zehn Prozent senken. Damit sollen die Autos weniger Sprit verbrauchen.
Die Autobauer müssen im nächsten Jahr schärfere Abgasvorschriften der EU einhalten. Deshalb arbeiten alle Hersteller an der Entwicklung von alternativen Antrieben. Da es aber noch einige Jahre dauern wird, bis Elektroautos in größerer Zahl auf den Straßen fahren, muss der Spritverbrauch von herkömmlichen Verbrennungsmotoren weiter deutlich gesenkt werden. Leichtere Karosserien sind ein Mittel dazu.
Teil 2: Eigentlich ist Karbon viel zu teuer
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FTD.de, 24.01.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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