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Merken   Drucken   16.02.2012, 06:00 Schriftgröße: AAA

Rekordzahlen aus Detroit: GMs Freud', Opels Leid

Wenn General Motors seine Bilanz vorlegt, haben viele Menschen Grund zum Jubeln - auch US-Präsident Obama. Denn der einstige Pleitekonzern meldet wohl ein Rekordjahr. Nur bei Opel wächst die Angst. von Annette Berger 
Seit mehr als einem Jahr produziert General Motors  eine gute Nachricht nach der anderen. Kein Wunder, dass Anleger am Donnerstag Rekordzahlen für das Jahr 2011 von Amerikas größtem Autohersteller erwarten.
Kursinformationen und Charts
  General Motors 22,37 USD  [-0.48 -2,10%
  Volkswagen 130,55 EUR  [-3.9 -2,90%
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Man bedenke, es ist derselbe Konzern, den einst die US-Regierung unter Barack Obama vor der Pleite rettete. Bis heute hält Washington noch knapp ein Drittel an dem Hersteller. Dass es GM gut geht, dürfte Obama daher besonders freuen. Er kämpft um seine Wiederwahl und kann mit Erfolgen bei der Sanierung dieses ur-amerikanischen Unternehmens punkten.
Tatsächlich geht es für GM seit der Sanierung 2009 stetig nach oben. Der Konzern präsentiert sich zurzeit in seiner besten Form seit vielen Jahren. Das Geschäft läuft gut in Amerika und in Asien, lediglich in Europa dauert die Sanierung von Opel wohl länger als befürchtet.
Gute Aussichten für die USA
Für 2011 könnte GM, Schätzungen zufolge, einen Nettogewinn von rund 7,5 Mrd. Dollar melden. Der Absatz legt weiter zu, und die neuen Modelle gewinnen Marktanteile. In diesem Jahr dürfte die Nachfrage in den USA und in Asien weiter wachsen.
GM trifft mit seinen Autos vor allem in der Heimat wieder den Geschmack der Kunden. Vergessen sind die Zeiten, in denen Amerikaner kleine, spritsparende Modelle wollten. Zudem herrscht in den USA nach der jahrelangen Krise ein Nachholbedarf in Sachen Neuwagen. Viele Menschen in den Staaten fahren vergleichsweise alte Fahrzeuge - keine schlechte Ausgangslage für Hersteller und Händler.
Galerie Die Big Three in Detroit
Zudem nützt GM das Wachstum auf dem chinesischen Markt - und nicht zuletzt die Schwäche des wichtigen Konkurrenten Toyota . Von den Japanern eroberte GM die Position als größter Autohersteller der Welt zurück. Auch, weil Toyota wegen Produktionsausfällen nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe im vergangenen Jahr zuletzt viel Pech hatte.

Teil 2: Opel und die Ruheständler

  • FTD.de, 16.02.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland,
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