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13.09.2011, 08:59
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Rosenkrieg der Autobauer:
Bei VW und Suzuki hilft nicht mal mehr lächeln
Schon Deckname "Rose" brachte in den 90ern nur Tränen. Später klappte es mit der deutsch-japanischen Partnerschaft - aber sie hielt nur zwei Jahre, und am Ende bleiben einzig Retourkutschen.
von Margret Hucko Hamburg
Fast klingt es rührend menschlich, als Osamu Suzuki an diesem Montagmorgen in Tokio vor die Presse tritt. "Es ist, als ob man verheiratet ist und sich scheiden lässt", erklärt der Chef des Autobauers Suzuki. "Anstatt sich gegenseitig zu kritisieren, ist es besser, das Ganze mit einem Lächeln zu beenden."
Doch das Gesagte grenzt an Schönfärberei: Mit einem Lächeln läuft zwischen
VW und
Suzuki schon lange nichts mehr. Die beiden Autobauer, die seit 2009 kooperieren, liefern sich seit Monaten einen Rosenkrieg.
Suzuki-Chef Osamu Suzuki (l.) und VW-Chef Martin Winterkorn
Osamu Suzukis Äußerung war nur die letzte Retourkutsche, in einem Streit, der immer offener ausgetragen wurde. Am Sonntag hatte VW die Japaner in einer Pressemitteilung gerügt. Volkswagen bezichtigte darin Suzuki des Vertragsbruchs.
Grund: Monate zuvor hatte der viertgrößte Autobauer Japans verkündet, eine bestehende Zusammenarbeit bei Dieselmotoren mit Fiat auszubauen. "Suzuki wird nun eine mehrwöchige Frist eingeräumt, diesen Sachverhalt zu korrigieren. Volkswagen sieht diesen Schritt als bedauerlich, aber notwendig an", hieß es im offiziellen Statement vor zwei Tagen.
Kursinformationen und Charts
Dabei sah die Kooperation der beiden Autobauer zunächst wie die perfekte Win-win-Situation aus. VW spekulierte, sich durch Suzuki eine bessere Position in Indien zu verschaffen. Dort, in einem vielversprechenden Wachstumsmarkt hält Suzukis Tochter Maruti die unangefochtene Marktführerschaft.
Suzuki wiederum versprach sich durch VW Zugriff auf neue Technologien. Wolfsburg hält knapp 20 Prozent an dem japanischen Kleinwagen- und Motorradspezialisten. Suzuki ist mit 1,5 Prozent an Volkswagen beteiligt.
In der spontan abgehaltenen Pressekonferenz in Tokio empfahl der alte Suzuki beiden Unternehmen, ihre Anteile wieder zu veräußern. "Wir wollen die Anteile (von Volkswagen) kaufen", sagte Osamu Suzuki. Der VW-Konzern hingegen will sich aber nicht von seinem Investment trennen. Ein VW-Sprecher in Wolfsburg sagte: "Wir halten an dem Anteil an Suzuki fest und sind weiterhin an der Kooperation interessiert."
Teil 2: Wo kein Feuer ist, ist auch kein Rauch
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Aus der FTD vom 13.09.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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