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Nissan Skyline - der Porsche-Schreck
Bei der Klage geht es vor allem darum, dass Porsche erst angeblich Informationen zum Einstieg bei Volkswagen verheimlicht hatte und dann mit der plötzlichen Veröffentlichung eine extreme Kurssteigerung durch sogenannte Eindeckungskäufe auslöste. Die Klage legt laut Mitteilung dar, wie die Porsche-Holding "den Preis der VW-Stammaktien kontrollierte, indem sie heimlich Optionspositionen aufbaute, die nahezu die gesamten frei handelbaren VW-Stammaktien erfassten".
In den USA und Deutschland liegen im Zusammenhang mit der Übernahmeschlacht weitere Klagen vor. Die Sprecherin der Kanzlei sagte, einige der nun klagenden Fonds seien auch in Amerika vor Gericht gezogen. Der Vorwurf lautet stets: Enorme Kursturbulenzen aufgrund von Manipulationen und Täuschungen sollen Anleger um Millionenbeträge gebracht haben. In Stuttgart ermittelt die Staatsanwaltschaft zudem gegen ehemalige Porsche-Manager.
Vor wenigen Monaten erst war eine Schadenersatzklage von Anlegern gegen Porsche und VW bei den Stuttgartern eingegangen. Dabei geht es nach Angaben der Münchner Kanzlei CLLB um Ansprüche von knapp 1,1 Mrd. Euro. Mit dem Verfahren beschäftigt sich das Landgericht Braunschweig.
Nach Angaben der Sprecherin der Frankfurter Kanzlei blieb der Gruppe der sieben in Stuttgart klagenden Fonds kaum noch Zeit, die Klage einzureichen. "Das war nur noch in diesem Jahr möglich", sagte sie kurz vor dem Jahreswechsel.
Vor dem Stuttgarter Oberlandesgericht wird seit Mitte Dezember zudem eine Aktionärsklage des Vereins "Verbraucherzentrale für Kapitalanleger" gegen die Porsche-Dachgesellschaft verhandelt. Der Prozess spielt zwar eher eine untergeordnete Rolle. Trotzdem versprechen sich die Gegner der Holding eine Signalwirkung für die weiteren Auseinandersetzungen.