Der größte US-Chemiekonzern gab am Donnerstag einen stärker als erwarteten Gewinnrückgang bekannt: Er verdiente nur 81 Cent je Aktie, während Analysten mit 85 Cent gerechnet hatten. Der Umsatz stieg um fast ein Viertel und übertraf damit die Prognosen der Analysten. Allerdings ging einiges davon auf zwei deutliche Preiserhöhungen zurück.
Dow Chemical hatte im Mai einen Aufschlag von bis zu 20 Prozent und im Juni von bis zu 25 Prozent für einige Produkte angekündigt.
Wie bei vielen anderen internationalen Unternehmen habe sich die Strategie in den Schwellenländern für Dow ausgezahlt, sagte Konzernchef Andrew Liveris. "Aber die Vernichtung der Nachfrage in den USA ist in der übrigen Welt eigentlich noch gar nicht angekommen."
Liveris wies darauf hin, dass die Preiserhöhungen erst im kommenden Quartal ihre ganze Wirkung entfalten würden. Liveris hat Dow hin zu einem Hersteller von Spezialchemikalien entwickelt, eine Sparte, die weniger von der zyklischen Entwicklung am Markt abhängig ist.
Für das zweite Quartal gab Dow einen Gewinn von 762 Mio. $ nach 1,04 Mrd. $ im Vorjahreszeitraum bekannt. Der Umsatz stieg um rund 24 Prozent auf 16,4 Mrd. $. Der deutsche Rivale BASF legt am 31. Juli seine Geschäftszahlen vor.