Der US-Konzern First Solar schreibt zu Jahresbeginn rote Zahlen. Der Fehlbetrag im ersten Quartal belief sich auf 449 Mio. Dollar. Das teilte der größte Solarmodulbauer der USA am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit. First Solar begründete die Entwicklung mit dem Preisverfall für Solarmodule. Analysten hatten einen Gewinn erwartet.
Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Überschuss von knapp 116 Mio. Dollar in der Bilanz gestanden. Der Umsatz fiel um zwölf Prozent auf 497 Mio. Dollar. Trotz des schlechten Starts erhöhte First Solar seine Jahresprognose. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Gewinn je Aktie zwischen 4,00 und 4,50 Dollar und nicht mehr zwischen 3,75 und 4,25 Dollar und begründete dies mit den gesunkenen Produktionskosten.
Erst im März hatte First Solar angekündigt, wegen der Kürzung der Solarsubventionen weltweit 2000 Stellen zu streichen. Allein 1200 Arbeitsplätze fallen durch die Schließung des deutschen Standortes Frankfurt/Oder weg. Analysten nannten neben der Branchenkrise, die schon Hersteller wie Solon oder Q-Cells in die Pleite getrieben hatte, auch hausgemachte Probleme bei First Solar als Ursache der Fabrikschließung.