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Solarworlds Klage beim US-Handelsministerium und bei der Handelsbehörde ITC zähle mehr als 50 Subventionsprogramme auf, die nicht bei der Welthandelsorganisation angemeldet worden seien, hieß es bei Solarworld. Der einzige legitime Kostenvorteil, die billigeren Arbeitskräfte, spiele in der Solarindustrie kaum eine Rolle. Selbst bei Solarworld - der Konzern fertigt in Deutschland und in den USA - liege der Lohnkostenanteil am Endpreis des Moduls unter zehn Prozent. Zentraler Vorwurf ist die Kreditvergabe: Chinesische Staatsbanken böten unbegrenzt Kredite zu Zinsen von unter zwei Prozent, so Asbeck. Für westliche Hersteller sind Kredite seit der Finanzkrise dagegen ein Engpass.
Chinesische Solarmanager haben stets bestritten, übermäßige Förderung zu erhalten. "Wir bekommen nicht mehr Subventionen als Hersteller in anderen Ländern", hieß es bei einem Produzenten. "Die Ansiedlung von Zukunftstechnologien wird doch überall gefördert, auch in Ostdeutschland." Viele Anbieter aus China, darunter Suntech, sind an US-Börsen gelistet. Schon wegen der daraus folgenden Veröffentlichungspflichten seien Subventionen nicht möglich, argumentieren sie. Ein Suntech-Sprecher bezeichnete die Klage am Mittwoch als "Protektionismus". "Ein Handelskrieg gerade in der Solarindustrie wäre ein herber Rückschlag für die globale Wirtschaft und das gemeinsame Ziel der nachhaltigeren Energiegewinnung", sagte er.