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31.08.2010, 20:03
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Solarkonzern in Turbulenzen:
Biedenkopf-Sohn wird Finanzvorstand bei Conergy
Erst geht Beinahe-Chef von Zitzewitz, nun nimmt der Finanzvorstand seinen Hut: Conergy wird erneut von einer Personaldebatte durchgerüttelt. Die kann das Solarunternehmen in seiner heiklen Lage aber gar nicht gebrauchen.
von Kathrin Werner
Er mag das gar nicht, wenn man ihn auf seinen prominenten Vater anspricht. Sebastian Biedenkopf will mehr sein als "der Sohn", sagt er, heute 46 Jahre alt und Sohn des ehemaligen sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf.
Doch auf die Gelegenheit, sich zu beweisen, musste er lange warten. Genau genommen bis zum Jura-Examen, das glücklicherweise anonym geschrieben wird. Da hat er es allen gezeigt: Er braucht die Fürsprache des Übervaters nicht.
Sebastian Biedenkopf übernimmt das neue Amt im November
Biedenkopf macht eine steile Karriere. Anstellung bei einer Wirtschaftskanzlei, Leiter der Rechtsabteilung von Bertelsmann, 2005 Wechsel in gleicher Funktion zu Maxingvest, der Holding der Hamburger Milliardärsfamilie Herz. Dort lernt er
Dieter Ammer kennen, der damals den Tchibo-Konzern führt, der von Herz kontrolliert wird.
Ammer zieht den Politikersohn im Juli 2008 mit zu
Conergy rüber, mitten in der schlimmsten Krise des Unternehmens.
Bei dem Solarkonzern steigt Biedenkopf nun auf. Der bisherige Chefjustiziar übernimmt am 1. November den Posten des Finanzvorstands von Jörg Spiekerkötter, 52, der freiwillig ausscheidet. Die Karriere von Biedenkopf nimmt damit einen äußerst ungewöhnlichen Verlauf. Schließlich sind die meisten Finanzchefs typischerweise studierte Betriebswirte und dienen sich über mehrere Stationen in das Führungsgremium hoch. "Das hat jetzt den Charakter eines Experiments für Conergy", sagt einer, der das Unternehmen kennt.
Teil 2: Problemlöser - nicht Jurist
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Aus der FTD vom 01.09.2010
© 2010 Financial Times Deutschland,
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