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24.06.2011, 12:48
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Spott über Schwäche des Rivalen:
Airbus-Chef sinniert über Hasch bei Boeing
Der ärgste Konkurrent der Amerikaner hat einen Höhenflug. Eine Großbestellung nach der anderen trudelt bei den Europäern ein. Der Airbus-Chef macht sich lustig - und würde zu gern wissen, "was unsere Freunde aus Seattle rauchen".
von Gerhard Hegmann Le Bourget
Die
EADS Tochter Airbus erzielt mit ihrem neuen Sparmodell A320 Neo Verkaufsrekorde in der Luftfahrtgeschichte, während
Boeing darauf nach wie vor keine Antwort hat. "Ich weiß auch nicht, was unsere Freunde aus Seattle rauchen", sagte Airbus-Chef Thomas Enders am Donnerstag auf der Luftfahrtmesse in Le Bourget.
Air-Asia-Chef Fernandes (l.) und Tom Enders. Auf dem Kaufvertrag für die Großbestellung soll Lippenstift kleben
Enders verkündete den stückzahlenmäßig historisch größten Auftrag: Die malaysische Billiglinie Air Asia bestellt 200 der Sparflieger zum Listenpreis von 18,2 Mrd. Dollar. Enders bestätigte, dass sich das A320-Neo-Modell grob doppelt so gut verkauft, wie intern kalkuliert. Daher werde geprüft, die Produktionsrate der kleinen A320-Baureihe über das Ziel von 42 Exemplaren pro Monat Ende 2012 weiter zu erhöhen. Aktuell werden 36 im Monat gebaut.
Durch den neuen Riesenauftrag von Air Asia liegen seit Verkaufsstart 2010 über 1000 Festaufträge und Optionen für das A320-Neo-Modell von diversen Fluggesellschaften vor. Die Produktion des Fliegers, der 15 Prozent weniger Treibstoff verbraucht und Ende 2015 auf den Markt kommt, ist bereits bis 2018/2019 ausgebucht.
Mit dem Rekordauftragseingang setzt sich Airbus im Schlüsselmarkt der kleinen Flugzeuge weiter von
Boeing ab. Bei kleinen Fliegern verkündete Boeing auf der Messe nur den Abschluss für 91 Flieger. Airbus aber schiebt ein immer größeres Auftragsbuch vor sich her. Die Zulieferer werden noch mehr gefordert - die Schwachstelle im Produktionsausbau, sagen Experten. Ende März hatte Airbus Bestellungen für über 3400 Flieger für 354 Mrd. Euro in den Büchern.
Der Markt der kleineren Modelle ist von enormer Bedeutung: 70 Prozent der Produktion und fast die Hälfte aller Einnahmen entfallen auf das Segment.
Teil 2: Milliardenvertag wurde in einer Bar verhandelt
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FTD.de, 24.06.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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