Das Bundeskartellamt nimmt den Tankstellenmarkt seit einigen Jahren immer wieder ins Visier. Es wird vermutet, dass ein Oligopol aus einigen großen Unternehmen die Preise zulasten der Verbraucher nach oben treibt. Im Februar vergangenen Jahres konnte die Behörde allerdings noch kein Gemauschel feststellen. Es könne aber sein, dass Preise durch Abgucken bei der Nachbartankstelle einander angepasst würden, hieß es damals. Das ist jedoch nicht verboten.
Ende Januar diesen Jahres hatte das Amt erneut verschärfte Prüfungen des Sektors angekündigt. Die Wettbewerbshüter sind auf der Suche nach Indizien dafür, dass es immer dieselben Unternehmen sind, die bei Preiserhöhungen ganz vorne dabei sind. Zudem sucht man nach Anhaltspunkten dafür, dass der Benzinpreis häufig mehrmals am Tag stark steigt, aber nur langsam wieder sinkt. Die Experten des Kartellamts prüfen dazu die Preisbewegungen bei jeweils 100 Tankstellen in den vier Modellregionen Hamburg, Köln, Leipzig und München.