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29.07.2011, 17:20
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Todesflug AF 447:
Piloten waren für Extremfall ungeschult
Eine Extremsituation in 11.500 Metern Höhe hat vor zwei Jahren die Piloten eines Air-France-Airbus überfordert. Das meint die französische Behörde, die den Todesflug AF 447 untersucht. Air France widerspricht.
Ungenügendes Training der Piloten sowie fehlerhafte oder verwirrende Anzeigen haben den Absturz eines Air-France-Airbus vor zwei Jahren nach Ermittler-Erkenntnissen begünstigt. Als Konsequenz aus der bisherigen Unfall-Analyse gab am Freitag die französische Fluguntersuchungsbehörde BEA in einem Zwischenbericht mehrere Sicherheitsempfehlungen heraus.
Todesflug AF 447
Diese Blackbox birgt das Geheimnis
Sie beziehen sich auf den Flugbetrieb, die Flugzeugzulassung und die Flugschreiber. Die Behörde, die ihre Arbeiten bis Ende Juni 2012 beenden will, listet eine Serie von Faktoren auf, die zu dem Unglück beigetragen haben.
Die Piloten des abgestürzten Airbus A330-200 reagierten nach Ansicht der Ermittler in den letzten Minuten des Fluges nicht angemessen auf den Verlust der Geschwindigkeitsanzeige und den Abriss der zum Fliegen notwendigen Strömung an den Tragflächen.
Sie seien für eine solche Situation offensichtlich nicht geschult gewesen. Zudem habe es keine Anzeige für den Anstellwinkel der Tragflächen gegeben; eine derartige Anzeige gibt Aufschluss über die Lage des Flugzeugs im Raum. Keiner der Piloten habe die Situation erfasst. Trotz der Alarmsignale der sogenannten Überziehwarnung sei sich die Besatzung nicht der Tatsache bewusst gewesen, dass ihr Flugzeug längst nicht mehr fliegt, sondern schon durchsackt.
Die Passagiere seien zudem nicht über eine Notlage informiert worden, notiert die BEA. In weniger als einer Minute nach dem Abschalten des Autopiloten hätten die manuellen Manöver des fliegenden Co-Piloten das Flugzeug aus seiner stabilen Fluglage gebracht. Ursache für das abrupte Abschalten des Autopiloten war eine ungenaue Geschwindigkeitsanzeige wegen einer vereisten Pitot-Sonde.
Teil 2: Was die BEA konkret empfiehlt
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dpa, 29.07.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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