Ein Airbus A330 der britischen Fluggesellschaft Virgin Airlines ist am Montag auf dem Flughafen London-Gatwick notgelandet. An Bord waren 299 Passagiere und 13 Crew-Mitglieder. Vier Passagiere erlitten leichte Verletzungen, sagte eine Flughafensprecherin. Der Flugverkehr auf dem zweitgrößten britischen Flughafen wurde vorübergehend eingestellt, da das Flugzeug die Start- und Landebahn blockierte.
Einige ankommende Flüge konnten umgeleitet werden, etwa zum Flughafen Stansted im Norden Londons. Am frühen Nachmittag ging der Flughafenbetrieb in Gatwick weiter.
Das Flugzeug habe kurz nach dem Start mit Ziel Orlando im US-Bundesstaat Florida wegen eines technischen Problems umkehren müssen. Der Airbus sei sicher gelandet. Die Passagiere konnten das Flugzeug verlassen. Nach Angaben der Feuerwehr soll es ein Feuer an Bord gegeben haben.
Nach ersten Augenzeugenberichten gab es in der Kabine Rauch, aber kein offenes Feuer. Möglicherweise brach der Brand im Frachtraum aus, heißt es in Expertenforen. Auf Fotos ist zu sehen, dass die Notrutschen des Flugzeugs nach der Landung aktiviert wurden, die ein schnelles Verlassen ermöglichen. Die Notlandung klappte offenbar wie für solche Krisen vorgesehen.
"Wegen eines technischen Problems an Bord hat der Kapitän entschieden, das Flugzeug evakuieren zu lassen", teilte die Fluggesellschaft Virgin mit. Es habe sich um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt. Spezielle Teams kümmerten sich um die Passagiere.