In Wolfsburg baut Bernhard an seiner neuen Truppe
Der Vorstand der Marke Volkswagen berief zum 1. Mai Rudolf Krebs zum Chef der Aggregate-Entwicklung. Krebs, bisheriger Leiter "Entwicklung Reihenottomotoren und Vorentwicklung Ottomotoren" der Tochter Audi, übernimmt diese Position von Helmut Endres, der neue Aufgaben im Konzern übernimmt. Nähere Angaben gab es nicht.
Die Auswechslung ist die erste von Bernhard mit beeinflusste Personalentscheidung. Bernhard hat am 1. Mai die Führung der Markengruppe
Volkswagen übernommen, zu der neben VW auch Skoda, Bentley und Bugatti gehören. Sie war 2004 in die roten Zahlen gerutscht, Bernhard soll sie sanieren.
Hoffnungsträger Bernhard
Im ersten Quartal 2005 verzeichnete die Gruppe ein Minus von 53 Mio. Euro, nach Verlusten von 71 Mio. im Vorjahreszeitraum. Weiter notwendige Verkaufsförderungsmaßnahmen und Wechselkurseinflüsse seien wesentliche Faktoren für das unbefriedigende Ergebnis, hieß es im Quartalsbericht.
Der frühere DaimlerChrysler-Manager Bernhard gehört dem VW- Vorstand bereits seit dem 1. Februar an, zunächst als "Minister ohne Ressort". Er gilt in Wolfsburg als großer Hoffnungsträger.
Bisher hatte Konzernchef Bernd Pischetsrieder die Markengruppe Volkswagen neben seiner Aufgabe als Vorstandsvorsitzender selbst geführt. Bernhard kommt aus dem DaimlerChrysler-Konzern, wo er zunächst als Kronprinz von Unternehmens-Chef Jürgen Schrempp galt, nachdem er Chrysler in den USA erfolgreich saniert hatte. Nach einem Streit mit Schrempp wurde er jedoch kurz vor der geplanten Übernahme der Leitung der Mercedes-Gruppe entmachtet.