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Merken   Drucken   11.03.2011, 12:52 Schriftgröße: AAA

VW und BMW: Deutsche Autobauer steuern nächstes Rekordjahr an

Die heimische Autobranche befindet sich im Höhenrausch.  BMW oder Volkswagen schließen 2010 noch besser ab als ohnehin erwartet. Sie profitieren vom Absatzboom in Asien. Doch es existieren auch Wachstumsrisiken.
© Bild: 2011 dadp
Die heimische Autobranche befindet sich im Höhenrausch. BMW oder Volkswagen schließen 2010 noch besser ab als ohnehin erwartet. Sie profitieren vom Absatzboom in Asien. Doch es existieren auch Wachstumsrisiken. von Margret Hucko  Hamburg
Die deutschen Autobauer wollen ihre Rekordergebnisse noch einmal übertreffen. "Wir sind 2010 auf die Überholspur gegangen, und da wollen wir auch im laufenden Jahr bleiben", sagte VW-Chef Martin Winterkorn  am Donnerstag bei der Vorlage der Bilanzzahlen in Wolfsburg. Volkswagen  konnte das operative Ergebnis um 5,3 Mrd. auf 7,1 Mrd. Euro 2010 steigern. Der Umsatz lag mit 126,9 Mrd. Euro 20,6 Prozent über Vorjahr.
Kursinformationen und Charts
  Volkswagen 129,1 EUR  [-1.45 -1,11%
  BMW 61,1 EUR  [-0.91 -1,47%
Auch Konkurrent BMW  erwirtschaftete mit 3,2 Mrd. Euro einen historischen Gewinn. "Wir können mit der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufrieden sein", sagte BMW-Vorstand Norbert Reithofer . Noch bei den letzten Bilanzzahlen waren die Münchner nur dank des guten Abschneidens ihrer Finanzsparte der Verlustzone entkommen. Mit 60,5 Mrd. Euro steigerten sie zudem ihren Umsatz um 10 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr.
Nach dem Krisenjahr erlebten die deutschen Autobauer in den vergangenen Monaten einen unvergleichbaren Boom. Bislang war unklar, ob dieser auch über 2010 hinaus anhält. Als erster deutscher Hersteller hatte Daimler vor wenigen Wochen Optimismus bekundet. Dennoch halten sich die Manager mit ungebremster Euphorie zurück. So verwies beispielsweise Winterkorn auf zahlreiche unsichere Faktoren - darunter steigende Rohstoffpreise, die unsichere Nachfrage in verschiedenen Märkte, hohe Investitionen in Zukunftstechnologien und Währungsschwankungen.
Getragen wurde das Wachstum sowohl bei BMW als auch bei VW durch aufstrebende Märkte in Asien - allen voran China. Volkswagen konnte den Absatz in der Volksrepublik um 37 Prozent auf 1,9 Millionen Fahrzeuge steigern und bleibt damit Marktführer in China. Mit 7,2 Millionen Auslieferungen hat der VW-Konzern insgesamt fast eine Million mehr Pkw verkauft als im Vorjahr. "Für Volkswagen zahlt es sich immer mehr aus, dass wir dort seit über 25 Jahren zu Hause sind", sagte Winterkorn. Schon seit Jahren kompensiert das bevölkerungsreiche Land den weitestgehend stagnierenden Markt in Europa. VW konnte anteilig 1,9 Mrd. Euro in China erwirtschaften - 1,1 Mrd. Euro mehr als im Jahr zuvor.

Teil 2: BMW toppt Ausblick von VWs Ertragsperle Audi

  • FTD.de, 11.03.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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