Der frühere VW-Personalchef Peter Hartz
Mitarbeiter der VW-Revision listen einem Bericht des "Focus" zufolge derzeit Fälle auf, in denen der zurückgetretene Topmanager möglicherweise Firmengelder veruntreut habe. Dabei gehe es um Reisen und Bordellbesuche sowie um eine Wohnung in Braunschweig, die auf VW-Kosten renoviert worden sei und als Liebesnest gedient haben soll.
Ein VW-Sprecher war zunächst nicht zu erreichen. Wenn sich der Verdacht im Verlauf der Ermittlungen weiter erhärte, wolle der Autokonzern in diesem Zusammenhang veruntreutes Geld zurückfordern. "Wir nehmen auf niemanden Rücksicht, auch nicht auf Herrn Hartz", zitiert das Magazin einen ungenannten VW-Manager.
Laut "Focus" hat VW-Chef Bernd Pischetsrieder entschieden, gegen sämtliche Beschuldigten der Affäre Schadenersatzansprüche zu prüfen und veruntreute Gelder auch vor Gericht einzuklagen. Damit wolle Pischetsrieder seinen Aufklärungswillen demonstrieren und möglichen Klagen von Aktionären vorbeugen.