FTD.de » Unternehmen » Industrie » Heckler & Koch will an die Börse

Merken   Drucken   09.05.2011, 14:05 Schriftgröße: AAA

Waffenhersteller: Heckler & Koch will an die Börse

Ratingagenturen warnten vor kurzem noch vor zukünftigen Zahlungsausfällen beim Hersteller des G3-Gewehrs. Das Unternehmen hat aber nach eigenen Angaben seine Finanzprobleme gelöst. Ein Börsengang soll jetzt zusätzliches Kapital in die Kasse bringen.
Der Waffenhersteller Heckler & Koch hat seine Finanzierungsprobleme nach eigenen Angaben gelöst und denkt nun darüber nach, an die Börse zu gehen. Eine Anleihe mit einem Volumen von 295 Mio. Euro sei erfolgreich auf dem Kapitalmarkt platziert worden, teilte das Unternehmen in Oberndorf mit. Damit sei die finanzielle Basis wieder langfristig gesichert.
Die Bundeswehr ist einer der Hauptkunden von Heckler & Koch   Die Bundeswehr ist einer der Hauptkunden von Heckler & Koch
Als nächstes sei geplant, den Waffenhersteller in Frankfurt und London an die Börse zu bringen, um an frisches Kapital zu kommen, sagte eine Sprecherin. Dadurch soll die Verschuldung der Unternehmensgruppe gesenkt werden. Einen Termin für den Börsengang nannte die Sprecherin nicht. Heckler & Koch hatte im vergangenen Jahr 247,2 Mio. Euro Umsatz und 30,4 Mio. Euro Gewinn gemacht.
Ratingagenturen hatten Gläubiger zuletzt gewarnt, dass es bei dem Waffenhersteller mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Zahlungsausfällen kommen werde. Hintergrund war eine alte Unternehmensanleihe über 120 Mio. Euro, die im Juli ausläuft und bislang nicht refinanziert war. Mit der neuen Anleihe sei dieses Problem nun gelöst, betonte die Sprecherin. Außerdem will das Unternehmen schon jetzt ein Darlehen der Dachgesellschaft Heckler & Koch Beteiligungs GmbH über 100 Mio. Euro zurückkaufen, das eigentlich erst im April 2013 fällig gewesen wäre. Die neue Anleihe sei vor allem von institutionellen Anlegern gezeichnet worden. Sie hat einen Zinssatz von 9,5 Prozent und läuft bis 2018.
Zu den Hauptkunden des Waffenherstellers zählen die Bundeswehr, die deutsche Polizei sowie die Streitkräfte aus mehreren Nato-Staaten. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt derzeit, ob Heckler & Koch 2006 mit illegalen Waffenlieferungen in mexikanische Unruheprovinzen gegen das Außenwirtschaftsgesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen hat. Das Bundeswirtschaftsministerium hat dem Unternehmen deshalb vorerst alle Waffenlieferungen nach Mexiko untersagt. Heckler & Koch weist die Vorwürfe zurück.
  • dpa, 09.05.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
FTD-Versicherungsmonitor
FTD-Versicherungsmonitor

Der FTD-Versicherungsmonitor hat alle wichtigen Namen und Nachrichten auf dem Radar und bündelt die wichtigsten Informationen aus verschiedenen Quellen. So erhalten Sie einen exzellenten Überblick über die Assekuranz, analytisch kommentiert von FTD-Versicherungskorrespondent Herbert Fromme.

Jetzt kostenlos abonnieren
Tweets von FTD.de Unternehmens-News

Weitere Tweets von FTD.de

  16.05. Wissenstest Sind Sie Flughafenkenner?

Die verschobene Eröffnung des Berliner Großflughafens BER schlägt Wellen. Die internationalen Flughäfen sind nicht nur dynamische Orte, sondern auch Großunternehmen. Kennen Sie sich gut mit Airports aus?

Zunächst eine Frage zum weltgrößten Flughafen. Derjenige mit dem größten Passagieraufkommen ist …

Wissenstest: Sind Sie Flughafenkenner?

Alle Tests

Tools für Unternehmer
 
Gründung Finanzierung Steuern Firmenwert Vorlagen
Verträge und Vorlagen Sie benötigen Dokumente und nützliche Arbeitshilfen für Ihren Geschäftsalltag? Wählen Sie aus fast 5.000 rechtssicheren und aktuellen Verträgen, Vorlagen, Checklisten, Rechentabellen oder Ratgebern. mehr

Newsletter:   Eilmeldungen Unternehmen

Autobauer unterschreibt milliardenschwere Übernahme? Mit uns wissen Sie es, bevor die Tinte trocken ist.

Beispiel   |   Datenschutz
  • Ackermann-Nachfolger: Anshu Jain - Wider die Deutschtümelei

    Eine Bilanz vor dem Amtsantritt? Verbietet sich. Eigentlich. Nicht so bei Anshu Jain. Denn Josef Ackermanns Nachfolger hat schon vor dem Start bei der Deutschen Bank viel verändert. mehr

  •  
  • blättern
  Bilderserie Deutsche Bank Ackermanns Meilensteine

Bilderserie

  31.05. Wirtschaft Spendierhosen bei VW sitzen enger
Wirtschaft: Spendierhosen bei VW sitzen enger (00:01:36)

Der Tarifabschluss für die Angestellten des Automobilkonzerns entspricht weitgehend dem Flächenvertrag in der Metall- und Elektrobranche. Laut IG-Metall ist er aber "einen Schnaps besser". mehr

FTD-Blogs
Weitere FTD-Blogs

alle FTD-Blogs

 



markets
  DAX 6264,38  [-16.42 -0,26%
  Dow Jones 12393,45  [-26.41 -0,21%
  Nasdaq Composite 2827,34  [-10.02 -0,35%
  Euro Stoxx 50 2118,94  [2.76 +0,13%
VERSICHERUNGEN

mehr Versicherungen

INDUSTRIE

mehr Industrie

FINANZDIENSTLEISTER

mehr Finanzdienstleister

HANDEL+DIENSTLEISTER

mehr Handel+Dienstleister

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote