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Chevrolet ist die mit Abstand wichtigste der sechs Marken aus dem GM-Konzern und die einzige, die wirklich global agiert. Mehr als 50 Prozent aller Autos, die GM weltweit verkauft, entfallen auf Chevrolet. Mit dem Erfolg dieser Marke, die in diesen Tagen ihr 100-jähriges Bestehen feiert, steht und fällt das gesamte Unternehmen.
Da sich die US-Wirtschaft nur zögerlich erholt und der Automarkt in Nordamerika anhaltend schwach ist, sucht GM sein Heil nun im Export. "Im ersten Halbjahr 2011 hat Chevrolet weltweit mehr Autos verkauft als je zuvor", sagte Reuss. Rund 60 Prozent des Absatzes entfallen inzwischen auf Märkte außerhalb der USA.
Die Massenmarke Chevrolet steht bislang in Amerika eher für große, technisch simple Limousinen und Pick-up-Trucks. In Europa hatte GM bis vor kurzem Billigmodelle der koreanischen Tochter Daewoo als Chevrolets verkauft. Die neuen Autos sollen nun weltweit einheitlich entwickelt und verkauft werden. Lediglich im Detail werden sie künftig noch regional angepasst.
Ein erfolgreiches Beispiel ist das Modell Cruze, dessen Architektur maßgeblich in Rüsselsheim entwickelt wurde und auch im Opel Astra eingesetzt wird. Seit fünf Monaten ist der Cruze der meistverkaufte Kompaktwagen in den USA. "Die Kunden legen großen Wert auf den Verbrauch, und das wird noch zunehmen", sagte Larry Nitz, der die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien bei GM verantwortet. "Wir arbeiten daher an kleineren und effizienteren Verbrennungsmotoren und werden eine neue Motorenfamilie gemeinsam mit unserem chinesischen Partner SAIC entwickeln."