Anderswo mag der 80. Geburtstag Anlass für große Feiern sein, doch Lego baut auch anlässlich dieses runden Jubiläums lieber mit kleinen Steinen. "In Dänemark wird es am Wochenende nur ein kleines privates Fest für die Mitarbeiter der Zentrale geben", sagt Roar Rude Trangbæk, Firmensprecher des Unternehmens aus Billund in Jütland.
Der Tischlermeister Ole Kirk Kristiansen hatte das Unternehmen am 10. August 1932 in seiner Werkstatt in der Kleinstadt Billund ins Leben gerufen. Den Namen Lego setzte er aus der dänischen Aufforderung "leg godt" (spiel gut) zusammen. Anfangs stellte er Holzspielzeug her. Mit der Produktion der legendären Plastikbauklötze, die mit ihrem Stecksystem aus Noppen und Röhren immer wieder verbaut werden können, begann er 1949. Patentiert wurden sie 1958.
Das nach wie vor von der Familie Kristiansen betriebene Unternehmen geriet nach einem beispiellosen Siegeszug über ein halbes Jahrhundert Ende der 90er Jahre in eine schwere Krise, weil immer mehr Kinder mit Computern statt mit Bauklötzen spielten. Doch darüber ist der nach eigenen Angaben drittgrößte Spielzeughersteller der Welt längst hinweg. 2011 erzielte Lego mit seinen Bauklötzen und Figuren einen Rekordgewinn von 4,1 Mrd. Kronen (rund 551 Mio. Euro).
Den Erfolg der Lego-Steine erklärt Sprecher Trangbæk so: "Es ist ein System, in dem allein die Kreativität genügt, um alles Mögliche zu bauen." Diese Idee sei einfach zeitlos. Es sei gelungen, Kinder heute ebenso für die Bauklötze zu begeistern wie in den 1960er Jahren.