Die deutschen Unternehmen rechnen mit einer Steigerung ihres Marktvolumens von 9,6 auf 10,7 Mrd. Euro, wobei insbesondere Aufträge aus dem Inland in den Büchern stehen. Die Exporte dürften etwas unter dem Vorjahreswert liegen. Die Zahl der Arbeitsplätze in Herstellung und Betrieb von Windkraftanlagen werde um fast 8000 auf 106.000 steigen, teilte der Bundesverband Windenergie auf der Hannover Messe mit.
Von der weltweiten Wertschöpfung der Branche entfällt demnach gut ein Drittel auf Deutschland. Rund um dem Erdball belaufe sie sich 2009 auf 34 Mrd. Euro. Für den positiven Trend wurde die Förderung erneuerbarer Energien in Europa und die gestiegene Nachfrage nach solchen Anlagen in den USA und Asien verantwortlich gemacht.
Nordex verzeichnete nach eigenen Angaben einem hohen Auftragseingang im März. Trotzdem wollte Vorstandschef Thomas Richterich nicht in Euphorie verfallen: "Wir sehen Licht am Ende des Tunnels, aber wir wissen noch nicht, wie lang der Tunnel ist." Im ersten Quartal habe die Firma Aufträge von 234 Mio. Euro verbucht, allein 193 Mio. im März. Es sei unklar, ob sich die gute Entwicklung fortsetzen werde. Nordex erwartet 2009 ein leichtes Umsatzplus auf über 1,2 Mrd. Euro, aber eine geringere Gewinnspanne. "Die Windkraft wird auch dank der staatlichen Konjunkturprogramme eine der ersten Industrien sein, die sich wieder erholt", sagte Richterich.
Die Investitionen kappte das Unternehmen um 30 Mio. auf rund 70 Mio. Euro. Im Rekordjahr 2008 hatte Nordex den Umsatz um 52 Prozent auf 1,14 Mrd. Euro gesteigert. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs um 57 Prozent auf 63 Mio. Euro, der Überschuss auf 49,5 Mio. Euro. Vergangenes Jahr hätten sich die Umsätze in der Branche erstmals etwa gleichmäßig auf Europa, Amerika und Asien verteilt. "Das zeigt, dass sich der Markt von einem einst rein deutschen zu einem internationalen entwickelt hat.", sagte Richterich.