Der Mischkonzern Alstom bereitet den Angriff auf Siemens und General Electric im Geschäft mit Windenergie vor. Nach FTD-Informationen loten die Franzosen den Kauf des Hamburger Unternehmens Repower aus, eines Spezialisten für Windenergieanlagen im Meer (Offshore) mit einem Umsatz von zuletzt 1,2 Mrd. Euro.
Europaweit sind Milliardeninvestitionen in Offshore-Anlagen geplant. In Deutschland sind sie ein Kern der politisch verordneten Energiewende.
Um in diesem Geschäft zu wachsen, hat Alstom Verhandlungen mit dem Repower-Mutterunternehmen aufgenommen, dem indischen Windkonzern Suzlon . Dessen Chef Tulsi Tanti hatte zuletzt intern Preisvorstellungen von 1,5 Mrd. Euro genannt.
Suzlon steckt in Finanznöten. Der Konzern muss ab Jahresmitte Anleihen im Wert von rund 500 Mio. Dollar zurückzahlen, gilt aber als derzeit zu gewinnschwach, um das zu refinanzieren. Auf Repowers solide Bilanz dürfen die Inder nicht zugreifen. Das verbieten die kreditgebenden Banken der Tochter.
Suzlon-Chef Tanti hat daher intern das "Project India" gestartet, das er als allgemeinen Refinanzierungsplan deklariert hat.
Teil 2: Alternative Börsengang