Dieter Zetsche
Er könne bis zu seinem Amtsantritt an der Daimler-Spitze am 1. Januar als Mercedes-Chef einspringen, falls der Aufsichtsrat den Rücktritt des derzeitigen Mercedes-Chefs Eckhard Cordes annehme, verlautete aus Kreisen die mit den Planspielen des Konzerns vertraut sind. Zetsche könne dann für Stabilität bei Mercedes sorgen, wo es in den vergangenen Monaten erhebliche operative Probleme gab. Cordes hatte seinen Posten zur Disposition gestellt, nachdem er erfuhr, dass nicht er neuer DaimlerChrysler-Chef wird.
Wie es hieß, steht Zetsche in Kontakt mit Cordes und versucht, ihn zum Bleiben zu überreden. Wahrscheinlicher sei allerdings, dass Cordes gehe. Sollte Zetsche die Mercedes-Führung kommissarisch übernehmen, erhielte er die Möglichkeit, sich bis Jahresende interne Kandidaten für den Chefposten der Tochter anzusehen. Chrysler-Vorstand Tom LaSorda würde in diesem Fall eher als erwartet die Nachfolge Zetsches bei Chrysler übernehmen. Aus dem Umfeld DaimlerChryslers hatte es geheißen, es gebe bereits diverse Kandidaten für den Mercedes-Chefposten.