Bilderserie
Bilderserie: Ein Leben mit Opel
Für Zehntausende Opelaner in Bochum, Antwerpen oder Saragossa ist die Abnabelung von der Mutter die Lösung aller Probleme. "Free Opel" stand auf den Plakaten, die die Beschäftigten des Rüsselsheimer Werks in der vergangenen Woche hochhielten, als sie vor dem Fabriktor demonstrierten. "Es gibt nur eine Alternative", rief ihnen Opel-Europabetriebsratschef Klaus Franz zu: "Die Auslagerung von Opel, Vauxhall und Saab aus GM!"
Doch die Hoffnung auf den Alleingang in eine strahlende Zukunft ist trügerisch. So stolz die Opelaner noch immer auf sich und ihre Tradition sein mögen - die Autofahrer halten nicht mehr allzu viel von den Fahrzeugen mit dem Blitz.
Auf der von Audi angeführten Rangliste der zehn beliebtesten Hersteller, nach denen die Zeitschrift "Auto, Motor und Sport" ihre Leser regelmäßig befragt, taucht Opel schon lange nicht mehr auf. Und selbst Opel-Fahrer bewerten das Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich schlechter als noch vor zwei Jahren: Nur 54 Prozent vergeben noch die Note "gut" - selbst Chrysler, Hyundai, Mazda oder Seat schneiden besser ab. "Kein Mensch in Deutschland hält diese Marke für unersetzlich", sagt Bernd M. Michael, langjähriger Europachef der Werbeagentur Grey.