Die Absatzerfolge in Schwellenländern füllen Japans zweitgrößtem Autobauer Nissan die Kassen. Nach einem Gewinnsprung im abgelaufenen Quartal sagte das Management am Freitag auch ein deutliches Plus für das neue Geschäftsjahr voraus.
Das Unternehmen, das zu 43,4 Prozent zu Renault gehört, hat zuletzt die heimischen Konkurrenten Honda und Toyota in den Schatten gestellt.
Es profitiert vom aggressiven Expansionskurs in Ländern wie China und Russland. Dort sollen Nissan auch eine ganze Reihe komplett neuer Modelle helfen. Zudem konnte der Autobauer seine Zulieferkette nach dem Zusammenbruch im Zuge des Jahrhundertbebens in Japan und des Hochwassers in Thailand im vergangenen Jahr schneller wieder aufbauen als die heimische Konkurrenz.
In den Monaten Januar bis März stieg das Betriebsergebnis um 33 Prozent auf umgerechnet 1,2 Mrd. Euro. Im bis März laufenden Geschäftsjahr 2012/13 soll der Gewinn um 28 Prozent auf 6,8 Mrd. Euro zulegen. Nissan stehe in den Startlöchern, um sein Wachstum zu beschleunigen, sagte Konzernchef Carlos Ghosn. Der Konzern werde auch im neuen Jahr mit einer Absatzsteigerung um 10,4 Prozent auf den Rekordwert von 5,35 Millionen Autos stärker zulegen als die Branche.
Unter Führung von Ghosn weitete Nissan seinen globalen Marktanteil um 0,6 Punkte auf 6,4 Prozent aus. Weltweit konnte der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Absatzrekord von 4,85 Millionen Autos einfahren, ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr von 15,8 Prozent, teilte der Konzern weiter mit.
In Russland stärken sich Nissan und Renault gerade mit der Übernahme der Traditionsmarke Lada. Für eine Mehrheit am größten russischen Autohersteller Avtovaz legen die beiden Partner rund 570 Mio. Euro auf den Tisch, um Rivalen wie Volkswagen auf dem schnell wachsenden Markt Paroli zu bieten.